Vielfalt und Toleranz 150 Jahre Friedhof Diebsteich


Egal ob katholisch, evangelisch oder orthodox – der Friedhof Diebsteich steht Menschen aller Konfessionen offen. Der weitläufige Parkfriedhof in Altona feiert am Sonntag sein 150-jähriges Jubiläum. Die bewegte Geschichte der Anlage zeigt sich auch in ihrer Architektur: Familiengräber und alte Grabbauten finden sich dort ebenso wie Soldatengräber aus dem Ersten Weltkrieg.

 

Zahlreiche Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg liegen hier begraben

Die ältesten Grabstätten befinden sich am Südrand des Friedhofes. Dort ließen sich vorwiegend wohlhabende Geschäftsleute in repräsentativen Familiengrabstätten beisetzen.

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Viele alteingesessene Familien haben auf dem Diebsteicher Friedhof Grabstätten

Im katholischen Teil des Friedhofs finden sich auch gemauerte Grüfte der Sinti und Roma. Diese besonderen Gräber stehen seit 2016 zusammen mit der Kapelle unter Denkmalschutz.

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Die Gräber der Sinti und Roma sind oft aufwendig gestaltet und dekoriert

Festakt am Sonntag

Der Festakt zum Jubiläum beginnt am Sonntag ab 12 Uhr in der Kapelle, unter anderem mit Propst Frie Bräsen und Pastor Klaus Peter Wehde. Neben der Geschichte des Friedhofs wird es im Rahmenprogramm der Veranstaltung auch um die aktuelle Entwicklung des Viertels und die Verlegung des Fernbahnhofs Altona gehen. Die geplanten Baumaßnahmen werden unmittelbar am Friedhofsgelände stattfinden.

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Die Kapelle des Friedhofs, mit ihrer markanten Inschrift, steht unter Denkmalschutz