Christianskirche Ottensen zeigt sich wieder unverstellt

Eingebettet ins Grün und in den Stadtteil: die Christianskirche in Ottensen

Ottensen – Die Christianskirche zeigt sich endlich wieder in voller Pracht. Das Gerüst ist weg. Zwei Jahre hat die Restaurierung gedauert. Als nächstes kommt der Park dran.

Rund 700.000 Euro wurden in das barocke Gotteshaus am Altonaer Rathaus investiert. Beendet sind die Arbeiten aber noch nicht. Die Gemeinde will bis 2019 für rund eine halbe Million Euro den Friedhofspark der "Klopstock-Kirche" neu gestalten. Dort liegt der romantische Dichter Johann Gottfried Klopstock (1724-1803) begraben.

Insgesamt 3.677 neue Ziegel wurden vermauert und 751 Meter Fugen erneuert. Gewöhnungsbedürftig könnten die hellweißen Fugen neben dem Turm sein. Doch die Bauhistoriker hatten einen weißen Gipsmörtel empfohlen, der sich chemisch mit dem Original-Mörtel verträgt.

Notwendig waren die Bauarbeiten, weil sich an der Außenmauer an der Turmseite zwei meterlange Risse gebildet hatten. Diese reichten bis in den Innenraum der Kirche. Außerdem war Feuchtigkeit in die Mauern gedrungen.

Mehr wissen

  • Als die Christianskirche 1738 fertiggestellt wurde, war Altona noch selbstständig und gehörte zu Dänemark. Benannt ist sie nach dem seinerzeit regierenden dänischen König Christian VI.. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt. Altar, Taufengel und Orgelprospekt konnten jedoch noch rechtzeitig ausgelagert werden und blieben weitgehend unversehrt.

  • Die Christianskirche besitzt Deutschlands ältestes Carillon von 1938. An jedem ersten Sonnabend im Monat ist um 15.30 Uhr ein Glocken-Konzert zu hören.

  • Die Kirche ist außerhalb der Gottesdienstzeiten donnerstags von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Wenn Sie sich begeistern lassen: Die Gemeinde freut sich über neue "Kirchenhüter". Anfragen nimmt Peter Storck unter storck@kirche-ottensen.de entgegen.