Seenotrettung Demo gegen das Sterben im Mittelmeer


Tausende Hamburger waren dem Aufruf von Kirchen, Vereinen und Parteien am Sonntag gefolgt und demonstrierten in der Hansestadt für eine unbehinderte Seenotrettung im Mittelmeer. Parallel gab es auch in Berlin und anderen Städten Veranstaltungen.

"Wir dürfen nicht dulden, dass man Flüchtlinge auf See ertrinken lässt und auch nicht, dass sie angepöbelt und zusammengeschlagen werden. Wenn wir das zulassen, sind wir auf dem Weg in die Barbarei," sagte die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs zum Auftakt. Nirgendwo dürfe unwidersprochen hingenommen werden, wenn Menschenwürde verletzt wird, wie jetzt zum Beispiel in Chemnitz.

 

Bundesweite Aktion

Der Protest war Teil einer bundesweiten Reihe von Veranstaltungen, die seit mehreren Wochen stattfinden. Der Demonstrationszug leuchtete orange, viele Teilnehmer trugen symbolisch Schwimmwesten oder T-Shirts in der gleichen Farbe. Organisiert wurde der Marsch von Organisationen aus verschiedenen Bereichen der Zivilgesellschaft. Auch Diakonie, Caritas, Kirchenkreise und Der Paritätische Wohlfahrtsverband unterstützten die Aktion.

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Auf Plakaten machten viele Demonstranten ihre Botschaft deutlich.