Klimaschutz konkret Initiative gegen Kohleenergie gestartet

Die drei Vertrauensleute der Volksinitiative: Ulf Skirke, Zukunftsrat Hamburg; Sprecherin Wiebke Hansen; Ulrike Eder, Ökumenezentrum der Nordkirche

Keine Kohle für Hamburger Haushalte – mit diesem Ziel startet eine Unterschriftenaktion in Hamburg. Bis zum 27. März sollen 10.000 Unterschriften gesammelt werden. Unterstützt wird diese Aktion auch vom Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche, das seinen Sitz in Hamburg hat.

Ulrike Eder, Mitarbeiterin für Klimagerechtigkeit im Zentrum für Mission und Ökumene, ist eine der drei Vertrauensleute der Initiative, die von 13 Organisationen getragen und von weiteren 16 unterstützt wird. „Klimawandel und Klimaschutz sind eine Frage von weltweiter Gerechtigkeit. Der Ausstieg aus der Kohleverbrennung bewahrt unsere Schöpfung und damit die Lebensgrundlagen von Milliarden von Menschen,“ sagt sie. Der Kirche käme auch weltweit eine wichtige Funktion beim Klimaschutz zu.

Ziel der Initiative ist, dass in Hamburg ab 2025 keine Wärme und ab 2030 auch kein Strom mehr aus Kohle produziert wird. Sie will erreichen, dass die Hansestadt sich so am Bremsen des Klimawandels beteiligt. Die Verbrennung von Kohle trägt massiv zum CO2-Ausstoß und damit zur Klimaveränderung bei. Derzeit werden in Hamburg noch 60% der Fernwärme und 85% des in Hamburg produzierten Stroms in den Steinkohlekraftwerken Wedel, Tiefstack und Moorburg erzeugt.

Volksinitiative und Volksbegehren

Gemeinsam mit Energierechtsexperten der Kanzlei Dr. Günther haben die Organisatoren der Volksinitiative einen Gesetzestext erarbeitet. Er soll den Hamburger Wahlberechtigten am Tag der nächsten Bürgerschaftswahl zur Abstimmung per Volksentscheid vorgelegt werden.

 

Unterschrift für "Tschüss Kohle" - Copyright: Bente Stachowske
Unterschrift für "Tschüss Kohle"

Dafür muss die Volksinitiative im ersten Schritt 10.000 gültige Unterschriften sammeln, die sie dann überreichen würde. Danach wären im zweiten Schritt 65.000 Unterschriften für das Volksbegehren nötig. Dieses wiederum ist die Voraussetzung für einen Volksentscheid. 

Die Intititive hat offiziell bis Mitte August Zeit für die Unterschriftensammlung. Sie möchte die Unterschriften jedoch deutlich früher einreichen. Ursprünglich war der 29. März angepeilt. Die Frist hat die Initiative nun verlängert.

Auch woanders für den Klimaschutz unterwegs

Die evangelische Kirche in Hamburg ist auch mit anderen Pojekten für den Schutz des Klimas unterwegs. So beteiligen sich die Krichenkreise an der Aktion "Klimafasten". Und gerade hat der Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein ein Konzept zur E-Mobilität angeschoben.