Obdachlosenhilfe Notübernachtungsstätte Pik As wird neugebaut

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Zutritt haben hier nur Männer, Frauen nur in Ausnahmesituationen, wie beim G20 Gipfel. Das Pik As ist die älteste Notübernachtungsstätte für Obdachlose in Deutschland. Schon 1913 wurde sie fertiggestellt, damals als sogenanntes „Polizei-Asyl“. Von der Abkürzung „P. As.“ leitet sich der heutige Name ab. 12,8 Millionen Euro investiert die Stadt nun, um die Einrichtung an bekanntem Standort in der Neustadt neu zu errichten.

Für die Dauer der Bauzeit soll Anfang 2021 ein Ausweichstandort bezogen werden, der derzeit noch nicht feststeht. Das neue Gebäude soll nach dreieinhalb Jahren Bauzeit in 2024 zum Einzug bereit sein. Es soll barrierefrei sein und 244 Betten bieten, auf einer Gesamtfläche von rund 1.800 Quadratmetern

Sozialsenatorin Melanie Leonhard: „Wer in eine Notsituation geraten ist und auf der Straße lebt, hat es nicht leicht. Wir bauen das Pik As neu, damit wir obdachlosen Menschen in Hamburg so gut wie möglich helfen können.

- Copyright: © Hagen Grützmacher

Diakonie und Caritas helfen

Auch zahlreiche kirchliche Einrichtungen kümmern sich in Hamburg um Obdachlose. Die Diakonie Hamburg unterhält ein eigenes Zentrum zur Unterstützung von Wohnungslosen. Von dort werden Angebote wie der Mitternachtsbus, die Straßensozialarbeit und die Tagesaufenthaltsstätte TAS organisiert. Im Diakonie Zentrum gibt es auch eine regelmäßige hausärztliche Sprechstunde für Menschen ohne festen Wohnraum. Auch die Caritas der katholischen Kirche bietet Obdachlosen in Hamburg Hilfe an.

In den Jahren zwischen 2009 und 2018 ist die Zahl der Obdachlosen in Hamburg stark gestiegen. Insgesamt leben in der Hansestadt nach offiziellen Angaben rund 2000 Menschen auf der Straße. Die Dunkelziffer ist aber wahrscheinlich sehr viel höher.