Aktion "Osterglück" Osterfreude für Menschen in Not

Selbstgemachte Ostergrüße: Ein Zeichen der Nächstenliebe und Verbundenheit ein schweren Zeiten

Es geht um Hoffnung und Neuanfang an Ostern, dem höchsten und wichtigsten Fest der Christen. Damit die Osterfreude auch dort aufkommt, wo Menschen oft einsam und in Not sind, startete die Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit die Aktion „Osterglück“. Wie bereits bei ihrem Projekt „Hoffnungsbriefe“ während des ersten Lockdowns beteiligten sich auch dieses Mal wieder viele Hamburger*innen und zauberten mit selbstgemachten Osterbotschaften zum Anfassen und Genießen älteren und obdachlosen Menschen ein Lächeln ins Gesicht.

Die Stiftung hatte vom 1. bis 26. März dazu aufgerufen, ein Nest aus Naturmaterialien oder Karton mit etwas Süßem oder duftenden Lavendelsäckchen herzustellen. „Wir wollen Menschen, denen es nicht so gut geht, eine Freude machen und ihnen zeigen, wir denken an dich – du bist nicht allein!“, sagt Projektkoordinatorin Lea Krause-Solberg. Gleichzeitig gäbe es sehr viele Menschen in Hamburg, die etwas tun wollten. Doch manchmal fehle einfach die Zeit für ein längeres Engagement. Deshalb biete die Stiftung auch einmalige Aktionen zum Mitmachen an.

300 persönliche Ostergeschenke

Wie man an der Vielfalt der Bastelarbeiten gut erkennen kann, haben sich an der aktuellen Oster-Aktion Menschen unterschiedlichsten Alters beteiligt. Originelle Osterhasen aus Toilettenpapierrollen, akkurat genähte Duftkissen oder mit Schokoeiern gefüllte Nestchen aus Eierkartons – rund 300 individuell gestaltete Ostergrüße sind bisher im Haus der Diakonie in der Königstraße zum Weiterverschenken angekommen.

Krause-Solberg und ihre Kollegin besuchen in der Woche vor Ostern insgesamt vier Hotels, die vorübergehend obdachlose Menschen beherbergen, und fünf Seniorenheime der Diakonie. Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens haben sie bewusst auf Unterstützung durch Ehrenamtliche bei der Verteilung der Ostergeschenke verzichtet.

 

Überraschung gelungen

Ihre erste Geschenke-Ladung brachte Krause-Solberg zum Hotel Schanzenstern, wo einige wohnungslose Menschen – finanziert durch Spenden – zurzeit wohnen. „Obdachlose Menschen erhalten selten Geschenke und kleine Aufmerksamkeiten, die nichts mit ihrem Alltag auf der Straße zu tun haben“, sagt sie. „Da war dann die Freude über die Oster-Überraschung richtig groß!“ Ein Gast im Hotelprojekt der Diakonie ist zum Beispiel Todor Mirchev. Es ist lange her, dass er an Ostern ein Geschenk bekommen hat. „Da war ich noch ein Kind!“, erinnert er sich.

Obwohl die meisten Senior*innen in den Pflegeheimen inzwischen geimpft worden sind, dürfen sie nach wie vor nur sehr eingeschränkt Besuch empfangen. Viele von ihnen werden die Ostertage in diesem Jahr allein verbringen. Auch Helga Balluch, Bewohnerin der Pflege-Einrichtung Tabea der Diakonie, hat nicht damit gerechnet, dass sie ein selbstgemachtes Osternest bekommen würde. Dankbar hält sie es in den Händen: „Ich freu‘ mich sehr. Vor allen Dingen, wo man wenig Besuch kriegen kann jetzt in der heutigen Zeit. Das wärmt das Herz!“ In den nächsten Tagen werden die Mitarbeiterinnen der Stiftung noch mehr Geschenke verteilen und damit die Osterfreude in Hamburg weiter verbreiten.