Stärker als der Tod Ostersteine: Zeichen der Hoffnung

So könnten die Ostersteine ausschauen, nachdem sie bemalt wurden. Wichtig: nichts auf die Steine kleben. Das könnte Tieren oder der Umwelt schaden.

Steine haben nichts mit Ostern zu tun? Weit gefehlt. Als die Jünger am Morgen des ersten Tages der Woche zum Grab Jesu eilten, um seinen Leichnam zu salben, war der Stein weggerollt – und das Grab leer. Der weggerollte Stein wurde zum Symbol der Botschaft, dass Gott – dass die Liebe stärker ist als der Tod. Auf dieser Idee basiert die Aktion „Ostersteine“ der Fachstelle „Kirche im Dialog“.

„Es wäre wunderbar, wenn Menschen durch diese Aktion in einen Dialog über die Osterbotschaft kämen: Was ist es eigentlich, was mich und uns als Kirchengemeinden daran froh macht? Außerdem gelingt es auf ganz einfache Weise, kleine bunte Hoffnungszeichen in die Welt zu bringen: Wir glauben, dass es etwas gibt, dass stärker ist als der Tod“, erläutert Emilia Handke von „Kirche im Dialog“.

 

Steine bemalen und „aussetzen“

Die Umsetzung ist einfach: in der Passionszeit (die 40 Tage vor Ostern) gestalten Menschen in den Kirchengemeinden normale Steine mit einer kurzen Botschaft und bunten Farben. Die Botschaft sollte die Frage „Was ist stärker als der Tod“ beantworten. Die Steine werden dann in der Stadt ausgelegt, damit andere Personen sie zufällig finden können. Auch in den Sozialen Netzwerken wollen die Organisatoren mit den „Ostersteinen“ präsent sein. Unter den Hashtags #stärkeralsdertod sowie #kircheimdialog können Teilnehmende Fotos ihrer Steine bei Instagram oder Facebook posten.

Bemalte Oster-Steine - Copyright: © Emilia Handke

„Wir haben schon viele Gemeinden aus der Nordkirche gewonnen, aber auch aus anderen Landeskirchen und weit darüber hinaus (bis nach Irland!), die mitmachen wollen. In Hamburg sind es z.B. die KG Broder-Hinrick in Langenhorn, Simeon in Bramfeld, die KG Stellingen, die interkulturelle Konfi-Gruppe aus St. Georg-Borgfelde. Das scheint sich zu einer weltweiten Hoffnungsbewegung zu entwickeln“, freut sich Emilia Handke.

Das kirchliche Konzept basiert auf den sogenannten ElbStones. Die dazugehörige Facebookgruppe hat mittlerweile mehr als 25.000 Mitglieder.