Reformationstag

Liebe Leserin, lieber Leser,

dass Martin Luther – erst Mönch zu Erfurt, dann Doktor der Theologie zu Wittenberg – am 31.10.1517 mit seinen 95 Thesen als gläubiger Christ theologische Grundsätze wieder gerade rücken wollte, das bedenken die evangelischen Kirchen am 31.10. Jahr für Jahr am Reformationstag. Allerdings spricht das alljährlich nur eine überschaubare Menge kirchennaher Menschen an. Und Kritik gab es obendrein: Eine Kirchenspaltung kann doch nicht gefeiert werden.
500 Jahre ist der Thesenanschlag her. Ein allgemeingültiger Feiertag ist für dieses Jahr anberaumt. Was ist nach 500 Jahren so wichtig, dass alle Menschen in unseren Landen diesen Tag als Feiertag begehen sollen?

Neben den vielen theologischen und kirchlichen Themen, die seit der Reformation die Kirchen bewegen, gibt es zwei Grundsatzthemen, die gesellschaftliches Allgemeingut sind:
• Die Selbstverantwortung des Individums vor sich selbst, seinem Gegenüber (und Gott) und
• die soziale Verantwortung des Gemeinwesens für alle Belange seiner Mitglieder.
Oder schlichter ausgedrückt:
• Ich kann mich mit nichts freikaufen von meiner Verantwortung und
• die Schwächeren und Schwachen sind zu schützen und zu stärken.

Wir denken, das 500jährige Reformationsjubiläum ist ein guter Tag zum Nachdenken für alle darüber, welche Defizite wir in diesen zwei Grundsatzthemen zukünftig zu bewältigen haben.

Pastorin       Annette Sandig  (Vertretung)
Pastorin       Bettina Schweikle
Pastor          Otmar Krause    (im Sabbatical)

Kirche der Gemeinde

Philippuskirche


Tageslosung

Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

- Psalm 8,5

In seiner Liebe hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade.

- Epheser 1,4-6

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