Keine Angst!

Liebe Leserin, lieber Leser!

Früher mussten die Menschen ständig Angst um ihr Leben haben, denn es war bedroht: Säbelzahntiger und andere fleischfressende Tiere waren ebenfalls auf Nahrungssuche; der Mensch war ihnen eine willkommene Mahlzeit. Die Menschen waren gezwungen, ihre Angst zu überwinden und Strategien zu entwickeln, wie sie überleben können. So haben sie gelernt, wachsam zu sein, eine Gefahr rechtzeitig zu erkennen und die richtige Überlebensstrategie (Flucht, Kampf oder Sich-Tot-Stellen) anzuwenden. Der Mensch hat überlebt.
Heute haben wir diese "natürlichen" Lebens-Bedrohungen nicht mehr, wir haben die Umwelt gezähmt. So gesehen müsste die Angst jetzt wesentlich kleiner sein als früher. Doch sie hat weiter Konjunktur. Dazu gehört die Angst vor möglichen Terroranschlägen. Es gibt Menschen, die sich nicht mehr in die U-Bahn trauen oder zu Fußballspielen. Sie sehen sich zu diesem Verhalten gezwungen, weil ihnen auf allen Kanälen berichtet wird, dass in der Welt ständig Anschläge stattfinden, geplant sind oder vereitelt wurden. Sie fühlen sich durch die Terroranschläge genauso bedroht wie die Menschen früher vom Säbelzahntiger.
Aber das ist nicht die Wirklichkeit! Die Wahrscheinlichkeit, sein Leben durch einen Terroranschlag zu verlieren, ist geringer als von einem Auto überfahren zu werden. Warum entfacht die gefühlte Angst so eine große Wirkung?
Sie ist medial inszeniert und wird uns eingeredet. Daher fordert der Psychoanalytiker Martin Altmeyer zu Recht eine andere Berichterstattung über die Terroranschläge: "keine Bilder, keine Namen, kein Medienecho".
Damit wird den Gefühlen von Angst und Ohnmacht die Nahrung entzogen, Vertrauen und Zuversicht können an ihre Stelle treten. Sie ermöglichen uns, die ganze Wirklichkeit in den Blick zu nehmen und uns den anstehenden Aufgaben zuzuwenden: dem Auftrag, den Gott uns Menschen gegeben hat,
die Erde zu "bebauen und bewahren" (1. Mose 2,15).

Es grüßt Sie herzlich
                                          Ihr Pastor Otmar Krause

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Philippuskirche

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Ach HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm!

- Psalm 6,2

Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.

- Römer 8,34

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