Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war!

So heißt der Titel eines Buches von Joachim Meyerhoff. Sehnsucht, Abschied und Neubeginn prägen besonders die Zeit vor Weihnachten und zum Jahreswechsel. Wir sind im Advent und bereiten uns geschäftig oder besinnlich auf Gottes-zur-Welt-kommen vor. Wir hoffen, dass mehr Frieden in unserem Leben Einzug hält. Wir träumen von besseren Zeiten und gleichzeitig flackert immer mal wieder die Sehnsucht nach der guten alten Zeit in uns auf.
Am 1. Advent haben wir den 60. Geburtstag der Philippuskirche gefeiert. Wir haben der wechselvollen Geschichte unserer Kirche und des Stadtteils gedacht. Aus  Gartenlauben wurden winterfeste Notunterkünfte. Später traten große Wohnblöcke an ihre Stelle. Die Kirche platzte aus allen Nähten. Die alten Bilder wecken schöne Erinnerungen an früher. Auch wenn schon früher nicht alles gut war, so steht doch die Vergangenheit für Sicherheit, Beständigkeit und eine vermeintlich heile Welt. Schließlich ist das Vergangene  hinreichend bekannt und berechenbar, im Gegensatz zu der Zukunft. Diese ist noch gänzlich jungfräulich und unbekannt und bringt womöglich sogar Veränderungen mit sich.
Am 1. Advent haben wir dieses Jahr auch einen neuen Kirchengemeinderat gewählt. Die Namen derer, die in den nächsten sechs Jahren die Gemeinde leiten, Bewährtes bewahren und Neues wagen, stehen auf den folgenden Seiten. Am 22. Januar entpflichten und verabschieden wir  den alten Vorstand und verpflichten und begrüßen den neuen Kirchengemeinderat. Dieser Gemeindebrief ist der letzte in der gewohnten Form. Im neuen Jahr wird es größere Veränderungen geben.
Noch wissen wir nicht genau, was in Zukunft alles auf uns zu kommt. Manches sehen wir schon kommen. Vieles können wir heute noch nicht ahnen. Bei manchem ist es besser, dass wir es heute noch nicht wissen.  Von all dem möchte ich mich nicht ängstigen lassen. Ich hoffe darauf, dass wir die richtigen Wege finden, wenn die Zeit reif ist und die Zukunft zur Gegenwart wird. Gott ist mit uns und manchmal schickt er uns auch Engel.
Eduard Mörike hat am Ort meiner Kindheit an Neujahr 1833 ein Gedicht verfasst, das mich über die Jahre begleitet hat. Heute möchte ich es Ihnen und euch mit auf den Weg ins Neue Jahr geben:

ZUM NEUEN JAHR
Wie heimlicher Weise               In ihm sei´s begonnen,
ein Engelein leise                     der Monde und Sonnen
mit rosigen Füßen                    an blauen Gezelten
die Erde betritt,                       des Himmels bewegt.
so nahte der Morgen.               Du, Vater, du rate!
Jauchzt ihm ihr Frommen,         Lenke du und wende!
ein heilig Willkommen,              Herr, dir in die Hände
ein heilig Willkommen!             Sei Anfang und Ende,
Herz, jauchze du mit!               sei alles gelegt!

Es grüßt Sie herzlich Ihre
Pastorin Bettina Schweikle

Kirche der Gemeinde

Philippuskirche


Tageslosung

Die Nationen, die dann rings um euch übrig geblieben sind, werden erkennen, dass ich, der HERR, aufgebaut habe, was niedergerissen war, bepflanzt habe, was verwüstet war.

- Hesekiel 36,36

/Simeon betet:/ Meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel.

- Lukas 2,30-32

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