Aktuelle Situation Coronavirus (SARS-CoV-2)

Aufgrund der aktuellen Infektionslage durch das Coronavirus (SARS-CoV-2) und in Anlehnung an die Handlungsempfehlung der Nordkirche, fallen alle Gottesdienste und Veranstaltungen in der Kirche und dem Gemeindehaus bis 30. April 2020 aus. Außerdem ist die Konfirmation am 02. Mai 2020 abgesagt.

Für Fragen, weitergehende Informationen oder seelsorgerliche Anliegen wenden Sie sich bitte per Mail oder Telefon an unser Büro oder an Pastorin Schwartau.

Gemeindebüro: gemeindebuero@kirche-sinstorf.de; Tel. 040 76 03 47

Pastorin Schwartau: antje-schwartau@kirche-sinstorf.de; Tel. 040 32849592

Bleiben Sie achtsam und gesund!

Ihr Kirchengemeinderat


Musik aus unserer Kirche in der Karwoche
Maria Jürgensen spielt "Christus, der uns selig macht" von Johannes Weyrauch

Maria Jürgensen am 07. April in der Sinstorfer Kirche


Musik aus unserer Kirche - Frohe Ostern
Maria Jürgensen spielt "Christ ist erstanden" von J. S. Bach

Aus der Sinstorfer Kirche als Ostergruß 2020


Predigt Karfreitag 2020 - Pastorin Antje Schwartau

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

 

Liebe Gemeinde,

jedes Jahr gehört es zu unseren Ritualen im Konfi-Team, dass wir ein Konfirmationskreuz aussuchen für die Konfis. Die Jugendlichen, die den Konfirmandenjahrgang mit begleiten, suchen mit mir zusammen das Schmuck-Kreuz aus, das die Konfirmierten im Gottesdienst als Geschenk zur Erinnerung bekommen.

Es gibt eine große Auswahl von Kreuzen – schlichte, bunte, klassische, welche aus Holz oder aus Glas, aus Keramik oder Metall. Es gibt sogar ein „Stimmungskreuz“, das die Farbe verändert je nach „Stimmung“ dessen, der es trägt (…oder nach Hauttemperatur).

Ich finde es jedes Jahr interessant zu sehen, welche Kreuze im Team Gefallen finden, welches Kreuz sie schön oder passend finden.

Gleichzeitig versteht es sich überhaupt nicht von selbst, das Kreuz, unser christliches Symbol und Markenzeichen, „schön“ zu finden. Es gibt ja immer wieder die Kritik, das Christentum wäre grausam, weil es sich um ein Folterinstrument versammelt, das Kreuz in die Mitte stellt und sich immer wieder diesen grausamen Tod Jesu vor Augen hält.

Und es stimmt: Das Kreuz ist kein „einfaches“ Symbol. Der Moment, an den es erinnert, ist schrecklich, voller Horror: Jesus stirbt, gefoltert, einsam, verlassen. Nichts an diesem Tod ist schön – es ist eine der grausamsten Formen der Hinrichtung, in der Antike den Nichtrömern vorbehalten, entlaufene Sklaven wurden gehängt – die, die man großen Qualen aussetzen wollte und auch noch im Tod besonders schmähen.

Jesus stirbt allein – denn die Kreuzigung bedeutet auch, dass alle ihn sehen können, aber niemand kommt zu ihm hin. Die Freunde, die noch nicht vor lauter Entsetzen weggelaufen sind – im Johannesevangelium sind es seine Mutter, seine Tante, Maria Magdalena und der Lieblingsjünger –, stehen hilflos vor diesem Geschehen, sie können nichts tun, außer eben zuzusehen. Und auch das ist grausam, die Hilflosigkeit, zu der dieser Tod die verdammt, die das Sterben zusehend miterleben müssen, ohne helfen zu dürfen.

Es ist grausam, was am Karfreitag geschieht. Und doch liegt eine Stärke darin, dass wir als Christen diesen Tod, diese Grausamkeit nicht ausblenden oder übergehen. Christus erlebt am Kreuz eine Hölle an Schmerzen, Einsamkeit und Verzweiflung. Christus schwebt nicht über den Tod hinweg, sondern geht durch ihn hindurch. Und so ist er bei allen, die den Tod erleiden.

Er ist bei allen, die sich einsam und verlassen fühlen, bei allen, die Schmerzen leiden und einsam sterben.

Jesus hat das erlebt und erlebt es mit jedem mit. Denn es gibt wohl kein Leben, das nicht auch das Leiden kennt.

Aber durch Christus wissen wir auch, dass dieser Ort der Schmerzen, der Einsamkeit, des Todes keine ewige Hölle ist. Christus geht hindurch durch den Tod – und wird wieder auferstehen.

Wenn wir uns das Kreuz vor Augen halten, dann ist das kein Bekenntnis zur Grausamkeit, sondern zum Glauben daran, dass der Tod nicht das letzte Wort hat und das unser Weg weiter geht, durch die Trauer hindurch. Wir bleiben nicht im finsteren Tal stecken, es ist keine Sackgasse.

Ich finde, es ist eine Stärke, dass wir die dunklen Seiten des Lebens nicht ausblenden müssen und dass wir uns mit dem Kreuz zur Hoffnung bekennen. Und so hoffe ich bei jedem, der z. B. bei der Konfirmation ein Kreuz geschenkt bekommt, dass er in seinem Leben Wege findet, die ihn Glaube, Hoffnung und Liebe erfahren lassen. Dass wir uns immer wieder versöhnen lassen mit dem Leben, auch wenn es nicht immer schön, nicht immer glücklich ist, nicht immer glatt und erfolgreich ist. Paulus sagt uns: Lasst euch versöhnen! Versöhnung bedeutet für mich die Fähigkeit, Frieden zu machen und Frieden zu finden mit dem Leben, so wie es ist, auch mit seinen Schwächen, mit den Schmerzen, die es mit sich bringt.

Auch wenn wir Karfreitag in diesem Jahr nicht in unseren Kirchen begehen, ist das Leben mit seinen Schattenseiten uns umso präsenter. Denn es ist gerade die todbringende Krankheit, die uns zuhause bleiben lässt, viele einsam in ihren Wohnungen sein lässt.

Es ist ein Karfreitag, der uns ganz deutlich vor Augen führt, wie schrecklich es ist, dass Menschen allein sterben. Die Bilder von Menschen in Krankenhäusern, Menschen, die hinter Maschinen und Schutzkleidung fast nicht mehr sichtbar sind, weit weg von ihren Liebsten. Niemand kann zu ihnen. Viele sterben allein. Und selbst die Beerdigungen können nicht richtig begangen werden. Es ist ein Karfreitag, der uns mehr als sonst vor Augen hält, dass wir die Hoffnung brauchen, dass der Weg weiter geht: durch die Trauer, durch die Einsamkeit, durch die Schmerzen, durch den Tod hindurch.

Der Tod Jesu hat die verändert, die mit ihm auf dem Weg waren. Sie waren in Angst und Schrecken, sie waren traurig, sie haben sich eine Zeitlang zurückgezogen. Aber sie sind nicht in dieser Dunkelheit geblieben, sie haben neue Hoffnung, neuen Glauben, neue Liebe gefunden.

Vieles in unserer Gegenwart heute ist bedrückend und lastet auf uns: Das Virus hat uns alle gemeinsam im Griff. Für so viele Menschen weltweit ist mit so schweren Konsequenzen verbunden. So viele müssen miterleben, wie ihre Existenzgrundlage wegbricht. So viele müssen das Sterben hilflos mit ansehen. So viele sterben einsam.

Es ist ein Kreuz. Aber das ist nicht Gottes letztes Wort.

Sein Weg mit uns geht weiter.

Amen.


Hoffnungsläuten - Wir machen mit!

Wir machen mit bei der Aktion "#Hoffnungsläuten".

Jeden Mittag um 12Uhr läuten die Glocken unserer Sinstorfer Kirche.

Machen Sie mit!

Innehalten & Beten am Mittag.

Gottesdienst für zuhause

Als Vorschlag hier Angebote als Livestream für zuhause

Gottesdienst im Livestream der Kirchengemeinde Kirchdorf:

https://www.youtube.com/channel/UCnDLdARRPRFHR417B57h7qQ

oder die Playlist der Nordkirche mit unterschiedlichen Gottesdiensten & Andachten:

https://www.youtube.com/playlist?list=PLks8wp5k7ZnhpSvXjSNMAttk94hku9h4t

 


Herzlich willkommen...

... auf den Internetseiten der Kirchengemeinde Sinstorf!

Hier finden Sie Ansprechpartner, Angaben zu Gottesdiensten und Veranstaltungen und "dies und das".

Wir hoffen, Ihnen damit einen kleinen Einblick in unser Gemeindeleben geben zu können. Noch mehr hoffen wir, dass Sie bei uns vorbeikommen und sich alles in echt und von Mensch zu Mensch anschauen.


Tageslosung

Wohl dem, der den HERRN fürchtet, der große Freude hat an seinen Geboten!

- Psalm 112,1

Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie irrende Schafe; aber ihr seid nun umgekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.

- 1. Petrus 2,24-25

© Ev. Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine

Unsere Kirche

Sinstorfer Kirche

Ev.-luth. Kirchengemeinde Sinstorf

Sinstorfer Kirchweg 21
21077 Hamburg

Tel.: +49 40 7600347
Fax: +49 40 70011053

Gemeindebuero@Kirche-Sinstorf.de
www.kirche-sinstorf.de

Veranstaltungen


Spenden

Für Spenden, die uns für die vielfältigen Arbeitsbereiche unserer Gemeinde zugewendet werden, stellen wir gerne Spendenbescheinigungen aus.

Kontoverbindung der Kirchengemeinde:
IBAN: DE46 2005 0550 1380 1232 55   BIC: HASPDEHHXXX
1380 123 255 Hamburger Sparkasse Blz: 200 505 50