Bekanntgabe des Wahlergebnisses

Saskia Sonnenberg: 50 Stimmen
Lisa Draack: 48 Stimmen
Wolfgang Eltermann: 46 Stimmen
Sarah Menke: 41 Stimmen
Gerd Schulz: 39 Stimmen
Christiane Tilge: 35 Stimmen
Kay Winkler-Budwasch: 34 Stimmen.

Wahlberechtigt waren 1258 Gemeindeglieder, von 62 abgegebenen Stimmen waren 60 gültig.

Somit gehören dem neuen Kirchengemeinderat folgende Personen an: Lisa Draack, Wolfgang Eltermann, Sarah Menke, Gerd Schulz, Saskia Sonnenberg, Christiane Tilge und Pastorin Blum Herzlichen Glückwunsch!

Ich freue mich sehr über die Bereitschaft unserer Kandidat*innen, ein wichtiges Ehrenamt zu übernehmen! Bitte nehmen Sie Ihr Wahlrecht in Anspruch und wählen Sie die Menschen, die die St. Thomas-Kirche leiten und in die Zukunft führen sollen! Wir stellen 7 Kandidat*innen auf, 6 werden gewählt. Am Sonntag, 13. November stellen sich nach dem Gottesdienst in der Gemeindeversammlung alle Kandidat*innen nochmal persönlich vor. Am Sonntag, 1. Advent ist 11 – 15 Uhr unser Wahllokal im Gemeinde­saal Lindleystr. 18 geöffnet.

Pastorin Blum


 - Copyright: Farah Faryad
Foto: Farah Faryad

Kandidatin Lisa Draack

Ich heiße Lisa Draack, ich bin 22 Jahre alt, war von 2013-2015 Konfirmandin in der St. Thomas Kirche und bin in Rothenburgsort aufgewachsen. Aktuell studiere ich an der Uni Hamburg Lehramt für die Primar- und Sekundarstufe I mit den Fächern Deutsch und evangelische Religion.

Die Verbindung, die ich heute zur St. Thomas Kirche habe, wurde auch durch meine Zeit als Konfirmandin in dieser Kirche geprägt. Damals wie auch heute erlebe ich sowohl Pastorin Blum als auch die Gemeinde als sehr freundlich, interessiert und offenherzig. An den sonntäglichen Gottesdiensten schätze ich die warme Atmosphäre, die Denkanstöße und Perspektivwechsel, die ich aus ihnen mitnehmen kann. 

In einer Zeit des Wandels, der Vielfalt und Möglichkeiten würde ich die St. Thomas Kirche gerne auf ihrem zukünftigen Weg unterstützen. Deshalb stelle ich mich für den Kirchengemeinderat zur Wahl.

Lisa Draack


 - Copyright: C. Blum
Foto: C. Blum

Interview mit Wolfgang Eltermann

Pn. Blum: Herr Eltermann, Sie sind zum ersten Mal Kirchengemeinderatsmitglied. Sechs Jahre sind es bald. Was hat Sie damals motiviert, sich wählen zu lassen?

W. Eltermann: Wenn ich helfen kann, sag‘ ich ja. Ich dachte mir: „Das ist mal was anderes – so ein Amt ist auch mal ganz interessant!“ So was hatte ich bis dahin noch nie gemacht. Die Kirche ist außerdem gleich gegenüber meiner Wohnung; ich bin ja sowieso ein bisschen kirchlich angehaucht, das passte einfach.

Pn. Blum: Sie haben sich damals noch viel um ihren Vater gekümmert, bevor er starb. Hat Sie das Ihre Entscheidung überdenken lassen?

W. Eltermann: Nein, gar nicht.

Pn. Blum: Was motiviert Sie, am Ende des Jahres noch einmal zu kandidieren?

W. Eltermann: Ich hab‘ mich hier eingefuchst – wenn ich das nicht mehr hätte, wär‘ es ja auch nix. Zuerst hab‘ ich schon überlegt, ob ich nochmal so lange will, aber dann dachte ich: Es ist gut für mich, wenn ich mich kirchlich engagiere und mich durch so ein Amt ein bisschen in die Pflicht nehmen lasse. Ich fühl‘ mich in der Gemeinde heimisch und freu‘ mich, dass ich hier und da unterstützen kann. Z.B. durch den Küsterdienst, oder dadurch, dass ich handwerklich immer mal was tu‘. Oder indem ich dafür sorge, dass Milch, Tee, Kaffee und Kekse da sind - oder auch, wenn was anderes gebraucht wird.

Pn. Blum: Wie erleben Sie die monatlichen Kirchengemeinderatssitzungen?

W. Eltermann: Ich höre hauptsächlich zu und mach‘ mir so meine Gedanken, ich bin nicht so ein Vielredner. Aber es muss ja immer einiges geklärt und vorangebracht werden. Ich bin ganz dankbar, wie Sie die Sitzungen leiten und dass sie deswegen nicht so lang sind. Irgendwann müssen schwierige Themen auch mal entschieden werden. Wenn alle nur reden und niemand entscheidet, passiert nix und dann wird das auf dem Rücken anderer ausgetragen. Das ist hier aber nicht der Fall.

Pn. Blum: Was macht Ihnen Freude an Ihrem Amt?

W. Eltermann: Ich musste erstmal meinen Platz finden, aber jetzt bin ich reingewachsen. Ich find‘ es gut, dass ich dadurch den christlichen Glauben fest im Blick behalte.

Pn. Blum: Vielen Dank für das Gespräch


 - Copyright: Studioline
Foto: Studioline

Kandidatin Sarah Menke

Mein Name ist Sarah Menke, ich bin 32 Jahre alt und ich möchte mich Ihnen als Kandidatin für den Kirchengemeinderat vorstellen. Seit einem halben Jahr bin ich Rothenburgsorterin und fühle mich bereits zu Hause. Besonders gut gefallen mir die Nähe zur Elbe und dem Elbpark Entenwerder mit dem tollen Café Entenwerder1. Beruflich bin ich bei der Zahnärztekammer Hamburg im Bereich Aus- und Weiterbildung tätig.

In Zeiten von Covid-19 und einem Krieg in Europa bemerke ich, wie ich mich gedanklich - häufiger als zuvor - mit dem Sinn des Lebens auseinandersetze. Meist mündet ein solches Gedankenexperiment in der Reflexion meiner eigenen Person sowie dem Wunsch nach Selbstverwirklichung. An einem Ehrenamt im Kirchengemeinderat reizt mich die sinnstiftende Tätigkeit, die ich in der Gemeinschaft wiederfinde. Die verschiedenen Charaktere, Meinungen und Ansichten geben mir Inspiration und schärfen meinen Anspruch, offen gegenüber Neuem zu sein und meinen Horizont zu erweitern. Sei es im Gottesdienst in der Kirche St. Thomas oder auf einer der gelungenen Veranstaltungen: Das Gemeinschaftsgefühl erreicht mein Herz und schenkt mir Geborgenheit. Eine besondere Bedeutung hat für mich persönlich der Gottesdienst zu Erntedank, denn die Atmosphäre ist gemütlich und von Dankbarkeit geprägt. In den letzten Jahren wurde das Fest durch Kürbissuppe ergänzt, die köstlich schmeckte. Diese emotionale Verbundenheit möchte ich weiterentwickeln, Gemeinschaft leben, meine Fähigkeiten einbringen und einen Ort erhalten, der Menschen jeglicher Herkunft, Kultur oder Religion offen und unvoreingenommen begegnet, ungeachtet Ihres Geschlechts, ihres Alters oder ihrer sexuellen Orientierung.

Ich freue mich auf die Arbeit im Ehrenamt der Kirche St. Thomas!

Sarah Menke


 - Copyright: Jörg Wisotzki
Foto: Jörg Wisotzki

Kandidat Gerd Schulz,

gelernter KFZ Mechaniker, Indu­striekaufmann und zuletzt als Elektroniker tätig.

Ich heiße Gerd Schulz, bin 60 Jahre alt und wohne mit meinem Lebenspartner Jörg Wisotzki seit ca. 3 Jahren in Rothenburgsort. Zuvor lebten wir 13 Jahre in Fuhlsbüttel. Seit einigen Jahren bin ich bereits Frührentner und engagiere mich im Ev. Altenwohnheim Billwerder Bucht, dessen Leitung mein Partner vor ca. 5 Jahren übernommen hat.

Hier habe ich das Haus in den letzten Jahren auf der technischen Seite unterstützt. Momentan liegt mein Engagement in der Betreuung von Bewohner*innen und Mieter*innen des Hauses. Dazu gehört die Vorbereitung und Begleitung der im Haus stattfindenden Gottesdienste, Vorbereitung von Veranstaltungen und die Ausrichtung eines wöchentlichen Cafés mit frisch gebackenen Kuchen.

Gerne möchte ich den Kirchengemeinderat unterstützen bei allen Dingen, wo helfende Hände und soziales Engagement benötigt wird.

Erst vor kurzem bin der evangelischen Kirche wieder beigetreten und hoffe, mein Vertrauen zu Gott mit den Menschen in der Gemeinde teilen zu dürfen.

Insbesondere möchte ich unseren älteren Menschen in der Gemeinde eine Stütze sein. Aus diesem Grund bewerbe ich mich auf ein Amt im Kirchengemeinderat und freue mich auf Ihre Unterstützung bei der Wahl am 27. November.

Gerd Schulz


 - Copyright: Saskia Sonnenberg
Foto: Saskia Sonnenberg

Kandidatin Saskia Sonnenberg

Ich heiße Saskia Sonnenberg, bin 45 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Kinder, bin Hebamme und wasch­echte Hamburgerin. Seit 2001 wohne ich in Rothenburgsort und fühle mich in diesem schönen, leider oft unterschätzten Stadtteil von Hamburg, sehr wohl.

In der Kirche St. Thomas habe ich einen offenen, modernen und lebendigen Ort für meinen Glauben gefunden, sowie eine engagierte und warmherzige Gemeinde. Die Arbeit von Pastorin Blum und ihren großen Einsatz für diese Gemeinde habe ich bei vielen Gelegenheiten (Gottesdiensten, Konfirmation unter Corona-Bedingungen, diverse Veranstaltungen,…) kennengelernt.

Soziales Engagement ist für mich sehr wichtig, daher möchte ich diese Gemeinde gerne ehrenamtlich unterstützen. Ebenso finde ich es relevant, dass die Kirche zukunftsfähig bleibt, damit sie sich mit den Anforderungen einer schnelllebigen und sich ständig verändernden Gesellschaft auseinandersetzten und bestehen bleiben kann.
Aus diesen Gründen kandidiere ich für die Kirchengemeinderatswahl am 27. November 2022.

Saskia Sonnenberg


 - Copyright: C. Blum
Foto: C. Blum

Kandidatin Christiane Tilge

Beruf: Kaufmännische Angestellte, Geschäftsführerin der Robert E. M. Tilge GmbH & Co. KG, jetzt Rentnerin, 72 Jahre.

Ich bin eine waschechte Rothenburgsorterin und von Kind an in dieser Gemeinde gewesen. Während meiner anfänglichen Berufszeit und dann meiner Ehe habe ich die Grenzen von Rothenburgsort überschritten, bin dann aber wieder mit meinen Kindern hier gelandet. Ich habe viele Pastor*innen miterlebt, selbst Kindergottesdienst angeboten und dann mit Jugendlichen eine JuSt-Gruppe (= Jugendgruppe St. Thomas) gegründet. Durch diese Tätigkeiten bin ich schon früh zu den damaligen Kirchenvorsteher*innen gestoßen und habe als Ehrenamtliche viel mitentschieden. So kam es dann, dass ich vor 10 Jahren, als wir keine festen Pastor*innen hatten, als 1. Vorsitzende mit eine/n Pastor/in aussuchen durfte. Die verantwortungsvolle Arbeit hat mir eigentlich, je länger ich in dieser Rolle stecke, immer mehr Spaß gemacht.

Christiane Tilge


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Foto: Kay Winkler-Budwasch

Kandidat Kay Winkler-Budwasch

Ich heiße Kay Winkler-Budwasch, bin 60 Jahre alt und wohne seit 2013 in Rothenburgsort. Ich leite das Prüfungsamt der Fakultät Wirtschaft und Soziales an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften. In meiner Freizeit lese ich gern und fahre, so oft es geht, nach Schweden. Nachdem ich für einige Jahre aus der Kirche ausgetreten war, bin ich nach reiflicher Überlegung wieder eingetreten. Ich freue  mich auf die sonntäglichen Gottesdienste und die mit ihnen verbundene Atmosphäre. Sie sind für mich ein Ort der Einkehr und Besinnung in einer immer hektischer werdenden Zeit. Fast jeden Sonntag nehme ich Gedanken mit nach Hause, die ich nicht nur spannend finde, sondern die mich häufig auch weiter beschäftigen.

Ich kandidiere für den Kirchengemeinderat, weil ich glaube, so unsere Kirchengemeinde aktiv mitgestalten zu können. Ich hoffe, den Kirchengemeinderat in seinen Aufgaben unterstützen zu können, um die Gemeinde lebendig und zukunftsfähig zu halten. Zudem habe ich Freude daran, mit Menschen zu diskutieren, zu lachen, aber auch zu streiten, wenn es Not tut! Mir ist es wichtig, gemeinsam Probleme konstruktiv zu lösen, wo sie auftauchen.,

Kay Winkler-Budwasch