St. Trinitatis Altona Kirchenkreis baut neues Quartier


Seit 2014 wurde verhandelt, jetzt steht fest: Das neue St. Trinitatis Quartier kommt. Zwischen der Königstraße und der Kirche St. Trinitatis soll ein kleines „Dorf“ entstehen. Gebaut werden fünf Häuser mit Sozialwohnungen, eine Pilgerherberge, Wohnungen für ehemalige Obdachlose, einem neuen Pastorat und Gemeinderäumen. Die Synode des zuständigen Kirchenkreises gab dieses Wochenende grünes Licht für die Umsetzung des Projekts. 

Torsten Morche, Pastor der St. Trinitatis Kirchengemeinde, zeigte sich erfreut über das Abstimmungsergebnis. „Das bewilligte Projekt korrigiert eine städtebauliche Entscheidung aus den fünfziger Jahren, wo man es liebte, Landmarken in weite Flächen zu stellen. Die daraus resultierende Insellage für unsere Kirche ist der Gemeindearbeit nicht förderlich.“ Dass neben der Kirche Gebäude für soziale Zwecke entstehen, die auf der Grenze zwischen Altona und St. Pauli dringend gebraucht werden, entspreche ganz dem Sinn des Evangeliums. Hans-Peter-Strenge, Synodaler und ehemaliger Bezirksamtsleiter Altonas sagte, schon lange werde hier immer wieder geplant: „Alle haben sich die Zähne daran ausgebissen. Schön, dass wir jetzt so weit gekommen sind!“

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Der Grünzug von der Elbe hoch wird durch den Neubau nicht berührt; östlich der Kirche wird er sogar erweitert. Damit entsprechen Stadt und Kirche einem deutlichen Wunsch aus dem Stadtteil. Abgerissen werden dafür die Notkirche, die alte Kita, der Bauspielplatz und die Kirchenkaten. Für alle Einrichtungen gibt es auf dem neuen Gelände oder an einem anderen Ort Ersatz.

 

Darlehen für die Rathauspassage

Die Synode des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein beschloss auch, eine Bürgschaft für ein Darlehen für den Innenausbau des Sozialprojekts Rathauspassage zu übernehmen. Von den benötigten 1.100.000 Euro wird der Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein ein Drittel absichern, der Kirchenkreis Hamburg-Ost, der etwa doppelt so groß ist, die anderen zwei Drittel. In der Rathauspassage werden Menschen, die lange arbeitslos waren, in den Bereichen Gastronomie, Buchantiquariat sowie Verkauf für den allgemeinen Arbeitsmarkt qualifiziert. Der Innenausbau folgt einer Öffnung der Passage zur Alster hin mit Fenstern und Außenzugang, deren Kosten die Stadt trägt.

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Insgesamt 79 Mitglieder der Synode diskutierten unter Corona-Bedingungen vor allem finanzielle Themen.

Die Kirchenkreissynode ist, vereinfacht gesagt, das Parlament des Kirchenkreises. Sie hat 110 Mitglieder und besteht zu zwei Dritteln aus sogenannten Laien und zu einem Drittel aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Pastorinnen und Pastoren.