Das Pastorenbrack

1602, während der Fastelabendflut am 14. Februar, durchbrach der Binnen Rehden (Mündungsarm der Dove-Elbe) den Kirchendeich und kolkte das Pastorenbrack auf dem Pastorenhof zu Füßen der Düne, auf dem Kirche und Friedhof liegen, aus. Einen Verbindungsdeich zwischen Tatenberg und Ochsenwerder gab es damals noch nicht. Tatenberg war eine Insel und der heutige Ochsenwerder Kirchendeich war der westliche Abschlussdeich Ochsenwerders. Für die Wiederherstellung des Kirchendeichs wurde das ganze Kirchspiel herangezogen. Eine Zusammendeichung von Tatenberg und Ochsenwerder erfolgte erst 1630.
Kaum zu glauben, dass dieses idyllische Brack das Überbleibsel einer zurückliegenden Katastrophe ist.

St. Pankratiuskirche Ochsenwerder und Pastorat mit Pastorenbrack vor 1910 - Copyright: Archiv Simone Vollstädt
Pastorenbrack, Pastorat und Kirche in Ochsenwerder - Copyright: Simone Vollstädt