PastorInnen der Versöhnungskirche

An der Versöhnungskirche haben viele unterschiedliche Pastoren und bisher eine Pastorin gewirkt und die Gemeinde auf ihre jeweilige Art geprägt. Zu einigen haben wir mehr Informationen, zu manchen nur einen Namen. Viele Details zu den ersten Pastoren sind in der Festschrift zum 70jährigen Bestehen der Versöhnungskirche beschrieben und hier in z.T. gekürzter Form wieder gegeben.

Anmerkungen:

  • Die Webredaktion verzichtet an dieser Stelle bewusst auf Fotos.
  • Ergänzungen aus der Gemeinde, insbesondere zum Füllen von Lücken bzgl. Leben und Wirken der PastorInnen nimmt die Webredaktion (webredaktion@versoehnungskirche-hamburg.de) gerne auf.

Julius Hahn (1911 - 1951)

Paul Traugott Wilhelm Julius Hahn wurde 1880 in Hörde in Westfalen geboren und starb 1956 nach einem Unfall. Sein 2. theologisches Examen legte er 1905 in Hamburg ab. 1906 wurde er Lehrer an der Wahnschaff-Schule und 1907 übernahm er die Pfarrstelle am Werk- und Armenhaus in Hamburg. 1911 wurde er vom Vorstand der Friedenskirche Eilbek zum Nachfolger des 1910 verstorbenen Nicolai von Ruckteschell gewählt.

Seinem Einsatz verdankt die Versöhnungskirche ihre Erbauung inmitten des 1. Weltkrieges und anschließend während der Inflation. Weitere Details dazu sind unter Geschichte beschrieben. Für geschichtlich Interessierte gibt es hier Links auf weitere Dokumente von Pastor Hahn:

Julius Hahn und Paul Jürß waren die ersten beiden Pastoren der Versöhungskirche Eilbek.

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Paul Jürß (1911 - 1938)

"Paul Jürß wurde 1872 in Lübeck geboren, wo er auch sein Kandidatenexamen bestand. Einige Jahre war er als Hilfsprediger in Blankenese tätig. In Eilbek hat er in stiller Treue als guter Lutheraner gearbeitet. Noch heute leben in unserer Gemeinde Menschen, die von ihm getauft und konfirmiert wurden. Einige berichten auch begeistert von der Zeit im Jugendkreis, der von seiner Frau geleitet wurde." (wörtlich übernommen aus der Festschrift zum 70jährigen Jubiläum der Versöhnungskirche in 1991)

Paul Jürß und Julius Hahn waren die ersten Pastoren der Versöhnungskirche

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Dr. Gregor Steffen (1938 - 1967)

Dr. Gregor Steffen wurde 1909 geboren und bestand 1934 sein 2. theologisches Staatsexamen. Aufgrund seiner Mitgliedschaft in der "bekennenden Kirche", die den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge war, verweigerte der zuständige Bischof ihm ein Pfarramt in Hamburg. Durch Vermittlung von Julius Hahn erhielt er eine Pfarrstelle in Otterndorf, das zur Hannoverschen Landeskirche gehörte. 

Als 1938 ein Nachfolger für Paul Jürß gesucht wurde, war die Lage in Hamburg positiver für Dr. Gregor Steffen und auf Bitten von Julius Hahn kam er an die Versöhnungskirche Eilbek zurück, in der er (mit kurzer Unterbrechung während Kriegsdienst und norwegischer Gefangenschaft) bis 1967 seinen Dienst verrichtet hat.

Aus der Festschrift zum 70jährigen Bestehen der Versöhnungskirche: "Die beiden Pastoren Hahn und Steffen arbeiteten gemeinsam wie Vater und Sohn, so daß es ein gesegnetes Miteinander war."

Eine Verwandschaft bestand durchaus, denn die Schwester von Dr. Gregor Steffen, Dr. Ilse Hahn, war mit dem ältesten Sohn von Pastor Hahn, Ernst Joachim Hahn, verheiratet. 

1967 ging Dr. Gregor Steffen nach langen Überlegungen als Probst nach Plön.

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Zacharias-Langhans (1951 - ?)

Von Pastor Zacharias-Langhans ist nur bekannt, dass er seinen Dienst nach der Pensionierung von Julius Hahn antrat. Aus der Festschrift zum 70jährigen Jubiläum der Versöhnungskirche: "Die vakante Pfarrstelle wurde durch Pastor Zacharias-Langhans, später durch unseren früheren Vikar Ulrich Hübner besetzt.".

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Ulrich Hübner (?)

Aus der Festschrift zum 70jährigen Jubiläum der Versöhnungskirche: "Die vakante Pfarrstelle [Anm. Webredaktion: nach Pensionierung von Julius Hahn] wurde durch Pastor Zacharias-Langhans, später durch unseren früheren Vikar Ulrich Hübner besetzt.".

Von Pastor Hübner gibt es in der Festschrift zum 40jährigen Jubiläum der Versöhnungskirche einen Bericht über den Besuchsdienst für neu Hinzugezogene. Weitere Details zu seiner Amtszeit und seinem Leben liegen der Webredaktion nicht vor. 

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Christian Kühn (1966 - 1982)

Christian Kühn wurde 1938 in Schlesien geboren und ist 2016 in Hamburg verstorben. 1965 bestand er das 2. theologische Staatsexamen in Hamburg und nach einer kurzen Zeit als Hilfsprediger in St. Pauli kam er 1966 an die Versöhnungskirche Hamburg.

Pastor Kühn und seine Familie haben im Eilbeker Weg 214 gewohnt, wo ein kleines Gemeindezentrum mit zweitem Pfarrhaus stand, das als Mittelpunkt für einen zweiten Kindergottesdienst und die Jugendarbeit gedacht war. Dort hat Christian Kühn viele Kreise junger und älterer Menschen gesammelt und betreut.

1982 übernahm er das Pfarramt an der Marienkirche/Ohlsdorf, wo er bis zu seiner Pensionierung tätig war. Noch als emeritierter Pastor war er sehr aktiv und hielt weiter Gottesdienste ab, bis 2015 auch in der Versöhnungskirche, in der er vielen Gemeindegliedern heute (Mai 2016) noch bekannt ist.

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Dr. Curt Georgi (1967 - 1971)

Dr. Curt Georgi wurde 1913 in Dresden geboren und ist 1977 gestorben. 1967 wurde er als Nachfolger von Pastor Dr. Steffen in sein Amt eingeführt, vorher war er in Stade als Pastor tätig.

Pastor Georgi hat während seiner Amtszeit mit Unterstützung des Ateliers G.u.K. Haseney die Herausgabe des Gemeindebriefes verwirklicht, um damit eine ansprechende Visitenkarte der Gemeinde zu haben. Aufgrund eines Herzleidens musste Dr. Curt Georgi vorzeitig pensioniert werden. 

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Warner Bruns (1971 - 1988)

Warner Bruns wurde 1925 in Hollen/Ostfriesland geboren. 1943 - 1945 war er als Soldat an der Westfront und fand dort den Glauben an Jesus Christus, woraufhin er sich zum Theologiestudium entschloss.

Während des Studiums war er in der Bahnhofsmission, in der Gefangenenarbeit und in der Volks- und Posaunenmission tätig. 1953 bestand er sein 2. theologisches Examen und wurde im gleichen Jahr als Pastor in Sottrum bei Bremen ordiniert. Weiter Stationen waren Loga/Leer und Nordenham bevor Pastor Bruns 1971 als Nachfolger von Dr. Curt Georgi an die Versöhnungskirche Eilbek kam. 

Warner Bruns leitete gut vorbereitete Freizeiten, gründete Hauskreise und bildete die ehrenamtlichen Hauskreisleiter aus. Mit vielen freiwilligen Helfern führte er Glaubensseminare durch. Außerdem organisierte er Reisen nach Israel, wo er sich als kundiger Reiseleiter erwies.

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Dietrich Otto (1985 - 1999)

Dietrich Otto war zwölf Jahre als Auslandspastor in Brasilien tätig. Von 1975 bis 1985 arbeitete er als Jugend-Pastor und als Dozent für Religionspädagogik im Diakonissenmutterhaus Rotenburg. Anschließend war er bis zu seiner Pensionierung Pastor der Versöhnungskirche in Hamburg.

Schwerpunkt seiner Arbeit waren missionarische Verkündigung, Ausbildung von Hauskreisleitern und weiteren Mitarbeitern in der Gemeinde, Erwachsenenbildung, Einführung von Lobpreisgottesdiensten mit Gebet und Segnung für Kranke und Gesunde sowie Einführung von neuem Liedgut. Alle seine Aktivitäten in der Gemeinde waren stets auf Multiplikation ausgerichtet.

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Dr. Christian Ottemann (1990 - 1993)

Dr. Christian Ottemann wurde 1951 geboren. An der Versöhnungskirche leitete er die Konfirmanden- und Jugendarbeit. Er verstand sich als "Flankenschutz" für die missionarische Arbeit von Dietrich Otto, hatte aber auch eine große Liebe zur klassischen Liturgie. So war er federführend daran beteiligt, das "Hamburger Modell" (Grundlage: Matthäus 18,20 als Stiftungswort) als Gottesdienstordnung in der Versöhnungskirche einzuführen.

Vor seiner Pensionierung in 2014 war er 7 Jahre lang in Lauenburg/Elbe und 14 Jahre lang an der Sankt-Johannis-Kirche in Oldenburg/Holstein tätig. Dr. Ottemann ist sehr engagiert im Verein Gemeinde im Aufwind, Bündnis zur Stärkung der Ortsgemeinden in der Nordkirche e. V.

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Friedburg Gerlach (2000 - 2017)

Friedburg Gerlach wurde 1953 geboren. Sie studierte Theologie in Leipzig und war von 1980 - 2000 in Demmin (Vorpommern) als Pastorin tätig. 2000 kam sie als Nachfolgerin für Dietrich Otto an die Versöhnungskirche. 

In den Jahren ihres Wirkens in der Gemeinde wurden die Glaubenskurse erfolgreich fortgesetzt, ein besonderes Kirchencafé mit kleinem Flohmarkt, der "Himmel auf Erden", eingerichtet und die Kunst in der Kirche beheimatet.

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Antje William (2017 - )

Antje William ist 1962 geboren. Nach dem Studium der Theologie war sie in verschiedenen Gemeinden u.a. als Gemeindepädagogin tätig. 2002 wurde sie ins Ehrenamt ordiniert und hat in Wohldorf-Ohlstedt, Hoisbüttel und dann in Klein-Borstel Gottesdienste gehalten und Amtshandlungen durchgeführt. Bevor sie in die Versöhnungskirche kam, war Frau William Pastorin der Kirchengemeinde Einfeld / Neumünster und hat am Berufsbildungszentrum Technik in Kiel Religionsunterricht gegeben.

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