Graphik: pixabay.com

Der KGR beschäftigt sich auf seinen Sitzungen intensiv mit den zukünftigen Rahmenbedingungen, die Gemeinden allerorten vor große Herausforderungen stellen. Die Anzahl der Pastorenstellen wird gedeckelt, insbesondere in Metropol-Regionen wie Hamburg, damit flächendeckend eine pastorliche Versorgung auch im ländlichen Bereich sicher gestellt werden kann.

Klar ist, dass Pfarrstellen gekürzt und zusammengelegt werden. Die in jüngster Zeit erneut erfolgten Kürzungen in der Region Mittleres Alstertal haben uns noch einmal wachgerüttelt: Schon unser Pastor Melsbach "gehört uns" nicht zu 100 %, hat einen Anteil in der Betreuung des Christophorushauses in Hummelsbüttel. . Nun wurden die Stellen in Ohlsdorf-Fuhlsbüttel bei der jeweiligen Nachbesetzung ebenfalls gekürtz - und zwar beide.

Vermutlich vor diesem Hintergrund hat die Christophorus-Gemeinde Anfang des Jahres 19 einen Impulsbeschluss herausgegeben. Dort wird das Thema Fusion der Gemeinden klar favorisiert. Fusion? Schon die erste, unmittelbare Reaktion des KGR Maria Magdalenen war eindeutig: das kann nicht die einzige Lösung sein!

Fusion bedeutet im Ergebnis Zentralisierung. Kirche muss nach unserem Verständnis aber vor Ort bleiben, um wahrgenommen und genutzt zu werden und ein reger und aktiver christlicher Ort zu bleiben. Der KGR Maria Magdalenen denkt stattdessen kreativ in Richtung "Selbständigkeit in einer regionalen Klammer".

Das Prinzip "1 Kirche, 1 Pastor" ist vielleicht nicht haltbar. Aber können Patoren in einer Region nicht auch für alle Gemeinden verantwortlich sein? Nach inhaltlichen Schwerpunkten?  Könnte man die Gemeinsamkeiten der Region nicht auch an anderen Stellen besser nutzen, ohne dass man gleich die Standorte an sich in Frage stellt?

Natürlich ist das Konzept noch nicht ausgereift, müssen Modelle an-, um- und durchdacht werden. Aber diesen Grundgedanken einer individuellen, auf die Situation der Gemeinden/Regionen zugeschnittenen Lösung wollen wir verfolgen und auch im Kirchenkreis und der Synode einbringen. Wir sind zuversichtlich, dass sich Mitstreiter finden lassen. Zumal in der Synode eine Tendenz zum Hinterfragen und Neudenken erkennbar ist. Und die bisher geltenden Gesetze zwangsläufig auf den Prüfstand müssen. Das gilt z.B. für die derzeitige Bezugszahl für eine Pfarrstelle.

Der KGR Maria Magdalenen hat seinen kreativen Ansatz bereits in den jeweiligen KGR-Sitzungen unserer Region Mitteleres Alstertal vorgestellt.