Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Menschen in der Gemeinde vor einer Infektion mit dem Corona-Virus

Die Kirchengemeinde nimmt den Schutz aller Gemeindeglieder vor einer Ansteckung mit dem CoronaVirus sehr ernst und möchte auch im Gemeindebereich einen Beitrag zur Verlangsamung der Infektionswege leisten. Kirchliche Maßnahmen in diesem Zusammenhang sollen geprägt sein von der Grundhaltung der Nächstenliebe, der Fürbitte und der Verantwortung für andere („Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient“ 1. Kor 10, 24). Auf Basis der Handlungsempfehlungen der Nordkirche zum Umgang mit dem Corona-Virus mit Stand vom 13. März bitten wir um Beachtung folgender Hinweise:
 
1.  Die Gemeindeversammlung am 5. April wird in den Spätsommer verschoben. Ein neuer Termin wird gesucht. Die Geschäftsstelle ist bis auf Weiteres ausschließlich per Email oder telefonisch erreichbar.
 
2. Alle Gottesdienste und andere kirchlichen Veranstaltungen sind abgesagt. Das Feiern des Abendmahls wird ausgesetzt. Für die Ostergottesdienste und Konfirmationen werden derzeit Lösungen vorbereitet und schnellstmöglich kommuniziert.     3.  Menschen mit den bekannten Krankheitssymptomen bitten wir, andere nicht zu gefährden und deshalb von der Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen vorerst Abstand zu nehmen. Die Fürbitte für erkrankte, gefährdete und helfende Menschen ist eine konkrete Form, der Gemeinschaft in Jesus Christus Ausdruck zu verleihen.
 
4. Die Kinderkirche und die Kinderchöre entfallen bis auf Weiteres. Die Leitungen aller weiteren Klangkörper werden gebeten, ihre Proben und Konzerte ebenfalls abzusagen.
 
5. Mieter und Nutzer des Gemeindehauses werden gebeten, ihre Veranstaltungen abzusagen. Es fallen keine Stornokosten an. Die Gemeinde hilft beim Finden neuer Termine in unseren Räumen.
 
6. Alle Maßnahmen treten sofort in Kraft und gelten zunächst bis Karfreitag. Wir rechnen derzeit damit, dass die Maßnahmen auch für April und Mai verlängert werden. Die Maßnahmen werden vom Kirchengemeinderat je nach Entwicklung der Lage überarbeitet und kommuniziert.  
 
14. März 2020  Der Kirchengemeinderat

Themen der vergangenen Monate

Zuletzt berichteten wir über die derzeitige Entwicklung in der Region und in der Nordkirche.

Nun hat das damals avisierte Treffender KGRe in der Region stattgefunden und es gibt viel Positives zu berichten. Zum Einen ist die „gemeinsame Stimmung“ gut, es gibt ein doch recht klares Bekenntnis Aller zum „Miteinander“. Weiterhin haben wir durch eine für uns aufbereitete Präsentation des Kirchenkreises einen ersten Einblick gewonnen, wie Zusammenarbeit von Kirchengemeinden - auch rechtlich - funktionieren und aufgebaut sein kann, und zwar vom punktuellen Kleinprojekt bis hin zu kontinuierlicher Aufgaben(ver)teilung. Recht schnell sind wir auf der Sitzung übereingekommen, welche 2 Projekte als Nächstes angestoßen werden können. Es sind 2 schöne Projekte, die gerade auch die Wahrnehmung für die Region und ihre schöne Vielfalt stärken. Abermals, ohne den Blick für die einzelnen Standorte zu verlieren. An dieser Stelle sei noch nicht zuviel verraten, noch sind nicht alle Formalitäten und Findungen erreicht. Wir werden zu gegebener Zeit weiter berichten.

Nicht zuletzt sind wir nun wieder 4 Gemeinden auf einem gemeinsamen Weg. St, Lukas war auf dem KGR-Tag im September nach längerer Zeit wieder dabei
und Weiteres ist in Planung. Auch dazu später mehr. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Partnerschaft mit allen Gemeinden der Region Alstertal.

Und noch eine weitere positive Entwicklung ist zu verzeichnen, dieses Mal in unserem schönen Klein Borstel, für unsere gute Dorfgemeinschaft. Die Kirche, der Heimatverein und die IG haben sich gemeinsam stark gemacht für den Erhalt unserer HASPA-Filiale  Und diese Zusammenarbeit hat nicht nur eine bevorstehende Schließung (mit)verhindert. Vielmehr will die HASPA nun sogar kräftig investieren, in eine „Filiale der Zukunft“. Ein ausdrückliches Bekenntnis für unser Dorf! Einer  wird den neuen Standort nicht mehr live miterleben: der liebe Herr Waschik geht nach 40 Jahren HASPA in den wohlverdienten Ruhestand.

Ganz herzlichen Dank für viele Jahre beste Zusammenarbeit und alles Gute!  Der Jahreswechsel rückt nun näher, die Tage sind kürzer und kälter. Wie schön, dass unsere Kirche in dieser dunklen Jahreszeit einen hellen, freundlichen Lichtblick bietet, an dem wir uns erfreuen können.

Wir wünschen Ihnen besinnliche Weihnachten im Kreise Ihrer Lieben. Kommen Sie gut ins neue Jahr, wir freuen uns auf weitere Begegnungen. Ihr Kirchengemeinderat

Graphik: pixabay.com

Der KGR beschäftigt sich auf seinen Sitzungen intensiv mit den zukünftigen Rahmenbedingungen, die Gemeinden allerorten vor große Herausforderungen stellen. Die Anzahl der Pastorenstellen wird gedeckelt, insbesondere in Metropol-Regionen wie Hamburg, damit flächendeckend eine pastorliche Versorgung auch im ländlichen Bereich sicher gestellt werden kann.

Klar ist, dass Pfarrstellen gekürzt und zusammengelegt werden. Die in jüngster Zeit erneut erfolgten Kürzungen in der Region Mittleres Alstertal haben uns noch einmal wachgerüttelt: Schon unser Pastor Melsbach "gehört uns" nicht zu 100 %, hat einen Anteil in der Betreuung des Christophorushauses in Hummelsbüttel. . Nun wurden die Stellen in Ohlsdorf-Fuhlsbüttel bei der jeweiligen Nachbesetzung ebenfalls gekürtz - und zwar beide.

Vermutlich vor diesem Hintergrund hat die Christophorus-Gemeinde Anfang des Jahres 19 einen Impulsbeschluss herausgegeben. Dort wird das Thema Fusion der Gemeinden klar favorisiert. Fusion? Schon die erste, unmittelbare Reaktion des KGR Maria Magdalenen war eindeutig: das kann nicht die einzige Lösung sein!

Fusion bedeutet im Ergebnis Zentralisierung. Kirche muss nach unserem Verständnis aber vor Ort bleiben, um wahrgenommen und genutzt zu werden und ein reger und aktiver christlicher Ort zu bleiben. Der KGR Maria Magdalenen denkt stattdessen kreativ in Richtung "Selbständigkeit in einer regionalen Klammer".

Das Prinzip "1 Kirche, 1 Pastor" ist vielleicht nicht haltbar. Aber können Patoren in einer Region nicht auch für alle Gemeinden verantwortlich sein? Nach inhaltlichen Schwerpunkten?  Könnte man die Gemeinsamkeiten der Region nicht auch an anderen Stellen besser nutzen, ohne dass man gleich die Standorte an sich in Frage stellt?

Natürlich ist das Konzept noch nicht ausgereift, müssen Modelle an-, um- und durchdacht werden. Aber diesen Grundgedanken einer individuellen, auf die Situation der Gemeinden/Regionen zugeschnittenen Lösung wollen wir verfolgen und auch im Kirchenkreis und der Synode einbringen. Wir sind zuversichtlich, dass sich Mitstreiter finden lassen. Zumal in der Synode eine Tendenz zum Hinterfragen und Neudenken erkennbar ist. Und die bisher geltenden Gesetze zwangsläufig auf den Prüfstand müssen. Das gilt z.B. für die derzeitige Bezugszahl für eine Pfarrstelle.

Der KGR Maria Magdalenen hat seinen kreativen Ansatz bereits in den jeweiligen KGR-Sitzungen unserer Region Mitteleres Alstertal vorgestellt.