Details zur Veranstaltung
Dieses Konzert bietet eine seltene Gelegenheit, Passionswerke jenseits der großen Standardwerke zu entdecken. Im Jahr 1680 schrieb der Lübecker Komponist und Organist Dieterich Buxtehude für die Passionszeit sein größtes oratorisches Werk, den siebenteiligen Kantatenzyklus „Membra Jesu nostri“. Als Textvorlage diente eine mittelalterliche Dichtung, die in sieben Abschnitten über den gekreuzigten Körper Jesu nachsinnt. Das Werk lädt ein auf eine ruhige, besinnliche und sich mit dem Schicksal Jesu verbindende Art und Weise, die Kreuzigung zu durchleben.
Vorangestellt wird dieser ergreifenden musikalischen Meditation das
35 Jahre zuvor entstandene Werk „Die sieben Worte Jesu Christi“.
Heinrich Schütz war der erste deutsche Komponist von Weltrang und prägte das Musikleben seiner Zeit wie kein Zweiter. Seine musikalische Dichtung über die letzten Stunden im Leben Jesu ist intensiv und voller musikalischer Reife. Dieses Werk spielte im 19. Jahrhundert eine zentrale Rolle bei der Wiederentdeckung der Werke von Heinrich Schütz.
Die solistischen Parts werden von Sängerinnen und Sänger des Ensembles Polyharmonique übernommen, einem Kollektiv, das seit Jahren aus der Alten Musik-Szene Europas nicht mehr wegzudenken ist. Mit neuen Interpretationen von Vokalmusik der Renaissance und des Barockzeitalters machen sie auf sich aufmerksam und haben diverse Aufnahmen von seltenen Werken oder Klassiker in besonderen Besetzungen eingesungen.
Instrumental begleitet werden sie vom Hamburger Barockorchester Elbipolis, das sich weit über den Hamburger Raum hinaus einen Namen gemacht hat mit Einspielungen und Aufführungen barocker Werke.
Den Chorpart übernimmt das Vokalwerk Hamburg, das 20-köpfige Vokalensemble von St. Johannis-Harvestehude für anspruchsvolle Kammerchorliteratur unter der gemeinsamen Leitung von Kirchenmusiker Christopher Bender und Konzertsängerin Annika Mendrala.
Kompositionen/Werke: Membra Jesu nostri (Dietrich Buxtehude), Die sieben Worte Jesu am Kreuz (Heinrich Schütz)
Orchester: Elbipolis Barockorchester Hamburg
Gesang: Joowon Chung (Sopran), Annika Mendrala (Sopran), Alexander Schneider (Altus), Hans Jörg Mammel (Tenor), Matthias Lutze (Bass)
Konzertkasse Gerdes (040/453326)
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