Marienkirche

Marienkirche
Marienkirche
Kirchturm Marienkirche
Kirchturm Marienkirche
Innenansicht der Kirche
Innenansicht der Kirche

Die Marienkirche

Die Marienkirche am Christian-Frederik-Hansen-Platz, Ecke Kieler Straße, ist das einzig bedeutende historische und denkmalgeschützte Bauwerk in Quickborn. Um dieses historische Bauwerk als Wahrzeichen und Mittelpunkt der Stadt Quickborn zu erhalten, brauchen wir die Unterstützung und das Engagement vieler Bürger! Unsere Förderkonten finden Sie an Ende dieser Ausführungen.

Marienkirche – Zentrum des Gemeindelebens

Jeden Sonntag feiern wir um 10.00 Uhr Gottesdienst. Außerdem finden Taufgottesdienste, Konfirmationen und Trauungen statt sowie Familien-, Jugend- und Kindergottesdienste, Andachten an besonderen kirchlichen Festtagen etc. Unter der Leitung unseres Kirchenmusikers Michael Schmult werden Orgel-, Orchester- und Chorkonzerte aufgeführt. Hierzu besteht eine gesonderte Rubrik „Kirchenmusik“ in diesem Internet-Auftrittes.

Wenn Sie Stille suchen oder die Kirche besichtigen möchten, dann haben Sie dazu Gelegenheit während der „Offenen Sommerkirche“ von Mai bis September jeden Jahres sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr. Lassen Sie den Raum auf sich wirken, und Sie werden spüren, welche Empfindungen dieser schlichte Raum und die Stille in Ihnen auslösen.

Geschichte der Kirchengemeinde

1323 oder früher wurde in Quickborn eine kleine Marienkapelle von „20 Fuß im Geviert“, also ca. 35 qm groß, erbaut, die 1589 durch eine Fachwerkkirche mit bunten Fenstern und einem gedrungenen Holzturm ersetzt wurde. Im gleichen Jahr wurde Quickborn, das bis dahin Teil des Kirchspiels Rellingen war, selbständige Kirchengemeinde. Grundrisse und Abbildungen von dieser Kirche, die im Jahre 1683 vergrößert und renoviert wurde, sind nicht erhalten. 1759 zerstörte ein Brand den Turm fast vollständig, und 1786 kam ein Gutachten über das offensichtlich stark renovierungsbedürftige Gebäude zu dem Ergebnis, dass eine Reparatur nicht mehr lohne. Die alte Kirche wurde von der Obrigkeit im November 1803 geschlossen und 1804 abgerissen. Die Pläne für den unumgänglich gewordenen Neubau stammten von einem der bedeutendsten Architekten Nordeuropas, dem dänischen Baumeister Christian Frederik Hansen (1756 - 1845). Er entwarf einen kubisch klar gegliederten, nüchternen Baukörper in klassizistischem Stil. Unter der Bauleitung seines Neffen, des Architekten Johann Matthias Hansen, wurde der Kirchbau von 1807-1809 ausgeführt, er kostete 58.747 Mark. Bauübernehmer war Albert Stoldt aus Rellingen. Außerdem mussten die Quickborner Gemeindemitglieder Hand- und Spanndienste sowie finanzielle Beiträge leisten.

Am 31. August 1809 wurde die Kirche von Propst Kriegsmann aus Altona in einem feierlichen Gottesdienst geweiht. Der 32 m hohe Kirchturm wurde erst 1863 in neuromanischem Stil an das klassizistische Kirchenschiff angebaut. Diese Jahreszahl zeigt daher die Windfahne auf der Turmspitze. Über dem vorgesetzten Westportal, dem jetzigen Eingang zur Kirche, steht als Inschrift: „Lobet den Herrn in seinem Heiligtum“ (Psalm 150,1).

Die drei Glocken (g`+1, b`+1,c``+1) aus der Karlsruher Glockengießerei tragen die Inschriften: Soli Deo Gloria / Quickborn 1972, O Land, Land, Land höre des Herrn Wort / Quickborn 1972, Meine Zeit steht in deinen Händen / Quickborn 1972

Christian Frederik Hansen (1756 – 1845) – der Schinkel des Nordens

Johann Wolfgang von Goethe war sieben Jahre alt, als Hansen, Kind deutscher Eltern aus Husum, am 29. Februar 1756 in Kopenhagen geboren wurde, wo seine Mutter bei Hofe als Amme und Kinderfrau tätig war. Seine besondere Begabung fiel früh auf, und so besuchte er bereits im Alter von zehn Jahren die Vorbereitungsklasse der Kunstakademie in Kopenhagen – abends. Denn tagsüber machte er die für Architekten obligatorische Lehre im Maurerhandwerk. Nach Beendigung seiner Ausbildung erhielt er ein königliches Stipendium für eine Studienreise über Wien nach Italien (1781 - 1784). In Italien faszinierten Hansen vor allem die Zeugnisse der klassischen Baukunst, deren Studium er sich fast ausschließlich widmete. Die Bauten von Andrea Palladio beeindruckten ihn am stärksten. Nach seiner Rückkehr wurde er mit nur 28 Jahren (1784) vom dänischen König Christian VII. zum Landbaumeister in Altona ernannt. Altona war damals nach Kopenhagen die zweitgrößte Stadt im dänischen Herrschaftsbereich. Hansen widerfuhr etwas, was nicht vielen Architekten vergönnt ist: in den Jahren seines Schaffens hat er das Stadtbild von Altona maßgeblich geprägt. Und zwar mit der Errichtung von klassizistischen Bürgerhäusern, besonders an der Palmaille, dasselbe gilt für die Elbchaussee mit dem Bau prächtiger Stadthäuser, (z.B. Landhaus für Johann Caesar Godeffroy und für Peter Godeffroy, Landhaus J.H. Baur). Das Haus 116 an der Palmaille baute Hansen für sich selbst. Ab 1795 wurde Hansen auch mit Aufträgen in Kopenhagen betraut. Diese machten es erforderlich, dass er ab 1804 nach Kopenhagen übersiedelte. Nachdem Kopenhagen von den Briten 1807 stark zerstört worden war, wurde Hansen mit dem Wiederaufbau betraut, u. a. mit der Wiedererrichtung von Dom und Schloss (Dom und Schlosskirche zeigen noch heute die hohe Kunst von Hansen; das Schloss brannte Ende des 19. Jahrhunderts ab). In Kopenhagen wurde ihm auch die Leitung der Kunstakademie übertragen. Fast bis zu seinem Tode im Jahre 1845 im Alter von 89 Jahren blieb Hansen unermüdlich tätig. Hansen plante und betreute viele weitere Bauten in Schleswig-Holstein: so die Nervenheilanstalt in Schleswig (1817 - 1820), die Rathäuser in Nibe, Lemvig, Apenrade, Plön, Bad Oldesloe sowie die Herrenhäuser in Alt-Fresenburg, Perdöl, Haseldorf und Rastorf. Als Hansen 1806 mit dem Bau der Kirche in Quickborn beauftragt wurde, hatte er noch nie eine Kirche gebaut, und er bekam offensichtlich freie Hand, seinen Baustil, den Klassizismus, auch hier umzusetzen. Das war ein aufsehenerregender Bruch mit den vorhergehenden Baustilen des Barock (1756 Rellinger Kirche, 1762 St. Michaelis in Hamburg) und Rokoko. Insgesamt 10 Kirchbauten hat Hansen uns hinterlassen, 5 in Schleswig-Holstein, 5 in Dänemark.

Das Kircheninnere

Der Kirchenraum ist ein einschiffiger Saalbau, dessen Emporen von sechs Säulen auf jeder Seite getragen werden. Das ist kein Zufall. Der Zahl 12 kommt eine besondere Bedeutung zu: man denke nur an die 12 Jünger. Der Blick wird unweigerlich nach vorn gelenkt: Der in ein Säulenportal hineingestellte Kanzelaltar ist eine Besonderheit protestantischer Kirchen. Kanzel, Altar und Leuchter sind aus Mahagoni gefertigt. Der Taufständer ist kunstvoll gearbeitet und trägt eine Zinnschale. Die Orgel auf der Westempore wurde 1984 von der Orgelbaufirma Peter, Köln, gebaut.

Wenn Sie mehr über unsere Kirche wissen wollen:

Wir haben im Internet einen gesonderten Gang durch die Marienkirche organisiert; schauen Sie sich diesen Gang einmal an!

Im Rahmen der Offenen Sommerkirche bieten wir immer wieder auch Führungen an. Oder: Sprechen Sie gern einen Extratermin unter Tel. 04106-4212 mit uns ab!

Förderkreis Historische Marienkirche

Wir verstehen Kirche als lebendige Gemeinschaft mit vielen Aktivitäten für Menschen aller Altersstufen, als einen Ort für alle. Die Aufgaben der Kirchengemeinde sind daher vielfältig: Verkündigung, Seelsorge, Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Bestattungen, soziale Arbeit. Die Kosten für die umfassende Sanierung und Erhaltung des Kirchengebäudes innen und außen nach denkmalpflegerischen Maßstäben und die notwendigen Modernisierungen der technischen Anlagen kann die Kirchengemeinde allein nicht aufbringen.

Auch nach dem 200-jährigen Jubiläum im Jahre 2009 ist noch viel zu tun. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Die Kirchengemeinde freut sich über jede Spende, sei es, dass Sie regelmäßig einen Betrag geben oder eine einmalige Spende nach Ihren Möglichkeiten zur Verfügung stellen.

Wenn Sie Ihre persönliche Verbundenheit mit unserer Kirche zum Ausdruck bringen möchten, können Sie auch als Wächterin / Wächter im Rahmen der „Offenen Sommerkirche“ mitwirken und / oder unseren Pastorinnen / Pastoren im Rahmen von Amtshandlungen (insbesondere bei Trauungen und Taufen) in unserer Marienkirche helfen.

Unsere Förderkonten: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh
- VR Bank Pinneberg eG - Konto-Nr. 57026310, [BLZ 221 914 05]
- oder Sparkasse Südholstein – Konto-Nr. 7004005, [BLZ 230 510 30] Verwendungszweck: Förderkreis Historische Marienkirche