Für viele Menschen in Hamburg würde der markante Turmhelm als Symbol des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg gelten, so der Hauptpastor Dr. Stefan Holtmann. Auch aus diesem Grund sprach er von einer „schmerzhaften Entscheidung“, erinnerte aber gleichzeitig daran, dass St. Jacobi schon in der Vergangenheit unterschiedliche Turmhelme hatte: Bereits im 19. Jahrhundert wurden Turmhelm und ein Geschoss des Turmschaftes zurückgebaut, weil die Lasten zu groß wurden.
Die Entlastung und Instandsetzung des mittelalterlichen Mauerwerks hat nun Vorrang. Wie sehr die Wiederherstellung der Stadtsilhouette den Menschen immer am Herzen lag, zeige ein Blick in die Geschichte der Hamburger Hauptkirchen, so der Hauptpastor weiter. Eine nachhaltige Lösung für St. Jacobi brauche aber Zeit – es handle sich um eine „Jahrhundertaufgabe“.
Der stellvertretende Leiter des Denkmalschutzamtes, Dr. Nils Meyer, betonte, Ziel der Generalsanierung sei der Erhalt des national wertvollen Kulturdenkmals für kommende Generationen. Der besondere Wert von St. Jacobi liege in der mittelalterlichen Architektur und der kostenbaren Innenausstattung mit den Altären und der Arp-Schnitger-Orgel.