„Wenn ich einmal nicht mehr bin – was bleibt?“ – vielleicht kennen Sie diese Frage, die vielen im Laufe des Lebens in den Sinn kommt. Was bleibt von einem Menschen, wenn er geht? Und wie möchten wir selbst erinnert werden? Die Themenwoche „Was bleibt?“ der Kirchengemeinde Hamburg-Nienstedten gibt Impulse zu diesen und weiteren großen Fragen des Lebens und Sterbens.
Wenn das Schweigen schwerer wiegt als die Fragen.
Erinnerungen, Abschied, Bestattungen und Erbe: In Führungen, persönlichen Gesprächen mit Expert*innen und Vorträgen werden Themen vorgestellt, über die viele von uns zu selten sprechen. „Viele Menschen wissen im Angesicht des Todes überhaupt nicht, was sie wollen oder was ihnen eigentlich guttun würde“, erzählte Pastorin i.R. Sabine Erler einmal im Interview mit Kirche Hamburg.
Über Jahrzehnte saß sie mit Familien im Raum, die einen nahestehenden Menschen verloren hatten. Oft begegnete ihr dabei vor allem: Hilflosigkeit und Überforderung. „Da hat man nie über den Tod gesprochen, das ist leider bis heute ein Tabu.“
Die Initiative „Was bleibt.“: Fragen stellen, statt zu verdrängen.
Das Schweigen durchbrechen, sich mit dem Tod als selbstverständlichen Teil des Lebens auseinandersetzen – die Gesellschaft bereitet uns kaum darauf vor. Hier setzt die Initiative „Was bleibt.“ an, die von den Evangelischen Landeskirchen sowie ihrer Diakonischen Werke getragen wird. In Wanderausstellungen, mit Materialien und Veranstaltungen stellt die Initiative Fragen nach Erinnerungen, Abschied und Nachlass. Das Ziel dabei: Den Menschen in herausfordernden Zeiten sensibel zu begleiten.
Die Themenwoche in Nienstedten greift diesen Ansatz auf: Neben spirituellen Impulsen, wie dem Gottesdienst „Was bleibt? Was sind unsere Schätze?“ von Pastor Dr. Christoph Schroeder, gibt es Vorträge und Anregungen, wie beispielsweise „Die letzten Tage begleiten“ von Sterbebegleiterin Diana Bahr vom Emmaus Hospiz Blankenese.
Themenwoche in Nienstedten: Raum für Vorsorge, Trauer und Hoffnung.
Die Woche beginnt am Sonntag, 15. Februar, um 10 Uhr mit einem Eröffnungsgottesdienst in der Nienstedtener Kirche. Das Programm richtet sich an Menschen, die Orientierung suchen, Angehörige begleitet haben oder selbst vorsorgen möchten – unabhängig davon, ob sie der Kirche eng verbunden sind oder aus Interesse kommen.
Es kann entlasten, wenn wichtige Fragen rund um Bestattung, Abschied und Erbe nicht erst im Ernstfall, sondern rechtzeitig und in Ruhe besprochen werden. Wünsche der Angehörigen vorher zu klären, schafft in einer schweren Zeit Raum für Trauer und Erinnerungen, wenn es darauf ankommt. Die Themenwoche „Was bleibt?“ möchte Mut machen, solche Gespräche zu beginnen: Im Kreis der Familie, unter Freund*innen oder auch in diesem geschützten Rahmen.
Eröffnungsgottesdienst: Sonntag, 15. Februar 2026, 10:00 Uhr, Kirche Nienstedten, Elbchaussee 410, 22609 Hamburg.
Alle Termine rund um die Veranstaltung sowie Detailinformationen finden Sie hier.
Fragen zu der Veranstaltung können Sie an das Gemeindebüro richten:
Telefon: 040 828 744