14.09.2026
Nacht der Kirchen 2026

Nacht der Kirchen zieht 60.000 Menschen an

Die Eröffnung der Nacht der Kirchen 2026 auf der NDR-Hauptbühne in Hamburg

Über 300 Veranstaltungen

Laserkunst, Gospel, Heavy Metal: Rund 60.000 Menschen besuchten die Nacht der Kirchen 2026. Die Gemeinden Hamburgs und Umgebung zeigten auch in dieser Nacht, wie unterschiedlich Glaube aussehen – und klingen – kann.

Sternenbilder wandern über das Kirchengewölbe, Laserlicht durchschneidet den Raum, Heavy Metal dröhnt aus den Boxen: Die 23. Nacht der Kirchen zeigte am Samstag, 12. September 2026, sehr unterschiedliche Seiten kirchlichen Lebens. Unter dem Motto „wundern gibt es immer wieder“ besuchten rund 60.000 Menschen insgesamt 330 kostenlose Veranstaltungen an 79 christlichen Orten in Hamburg und Umgebung.

Die Eröffnung auf der NDR-Bühne am Mönckebergbrunnen stand im Zeichen des friedlichen Miteinanders. Bischöfin Kirsten Fehrs, Erzbischof Stefan Heße und Pastor Uwe Onnen von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg standen gemeinsam auf der Bühne.

Die Happy Gospel Singers aus der Wandsbeker Kreuzkirche und das Publikum überraschten Fehrs zu ihrem 65. Geburtstag mit einem Ständchen im Kanon.

Großer Andrang in der Innenstadt

Bischöfin Kirsten Fehrs, Erzbischof Stefan Heße und Pastor Uwe Onnen von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg standen gemeinsam auf der Bühne.

Besonders die Hauptkirchen der Stadt waren gut besucht: In der St. Nikolai am Klosterstern ließ Organistin Anne Michael die „Orgel abheben“, hier wurde Musik mit Sternenprojektionen und Licht verbunden und die Zuhörenden gingen auf eine besondere gemeinsame Reise. In St. Katharinen in der Innenstadt staunten Besuchende über eine Lasershow, die das Kirchenschiff erfüllte. 

Auch die unweit entfernte St. Petri durfte sich beim Abend mit „Brot für die Welt“ über viel Publikum freuen. Bei der Hauptkirche St. Jacobi tummelten sich die Menschen auf den Kirchenbänken und lauschten jungen Musiker*innen der Hochschule für Musik und Theater. 

Doch auch über die Innenstadt hinaus bot die Nacht der Kirchen für die Menschen Hamburgs eine Vielzahl an Angeboten: Auf dem Friedhof Stellingen leuchteten auch in diesem Jahr wieder hunderte Feuerschalen. In Nienstedten gab es eine Fledermaus-Expedition und die Christuskirche Eidelstedt beendete den Abend mit einer Feier unter dem Titel „Bässe gibt es immer wieder“.

Metal, Naturwissenschaft und Glaube

Die Hauptkirche St. Nikolai bei der Nacht der Kirchen 2026 in Hamburg

In der Heilandskirche Uhlenhorst traf Heavy Metal auf Gespräche über Sterben, Trauer, Verzweiflung und Trost. Warum Metal und Kirche aus seiner Sicht viele Gemeinsamkeiten haben, erklärte Musiker Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos bereits vor der Veranstaltung im Interview mit Kirche Hamburg.

Der Abend in Uhlenhorst verband Metalkonzerte mit anregenden Gesprächen über Trauer, Sterben und Trost. Unter anderem beteiligt waren die Telefonseelsorge, der Verein Metality sowie das Sinus Hospiz und das Netzwerk Suizidprävention.

Und auch in diesem Jahr gehörte die Wissenschaft zur Nacht: Die Kirche am Markt in Blankenese arbeitete erneut mit dem Forschungszentrum DESY und der Universität Hamburg zusammen und stellte an diesem Abend die Frage, wo Glaube und Naturwissenschaft sich treffen – und wo sie sich reiben.  

Eine Einladung, sich zu wundern

Die St. Gertrud in Uhlenhorst zur Nacht der Kirchen 2026 in Hamburg

In einer Zeit der Krisen und Kriege war das diesjährige Motto auch eine Verteidigung der Fähigkeit, sich selbst zu wundern – davon auszugehen, dass nichts auf dieser Welt selbstverständlich ist, so Propst Dr. Martin Vetter im Gespräch. An diesem Abend öffneten 79 Orte den Raum für Kultur, Glauben und die großen gesellschaftlichen Fragen – rund 60.000 Menschen nahmen dieses Angebot an.

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