Die Apostelkirche Eimsbüttel versteht sich als Ort für alle Menschen.
Feste Bänke und Stühle finden Besuchende in der Apostelkirche vergebens – die wurden schon längst weggeräumt. Sie machten unter anderem Platz für Yogamatten, die dienstagabends auf dem Boden für 30 bis 40 Menschen zwischen 17 und 70 Jahren ausgebreitet werden. Neben Yoga bietet die Gemeinde eine Vielzahl von Angeboten für die Menschen des Stadtteils an, unter anderem einen Gospelchor, Familiengottesdienste, politische Podiumsdiskussionen oder Kooperationen mit der Kulturszene. Erst kürzlich tanzte das Bundesjugendballett im Kirchraum, die Bühne ragte bis direkt an die Unterkante der Apostelfenster, erinnert sich Schumann.
„Es gibt hier keine feste Zielgruppe. Man hat als Besucher*in nicht das Gefühl, in eine klassische Kirche zu gehen und ich denke, deswegen kommen hier auch Menschen, die vielleicht kirchenferner sind oder Berührungsängste haben.“
Die Apostelkirche in Eimsbüttel hat keinen weithin sichtbaren Turm, ragt nicht über die Dächer des Stadtteils. Sie ist – das meint die Pastorin als Kompliment – bescheiden. „Die Kirche bietet einen Anker, strahlt Offenheit und Zugänglichkeit aus. Viele schätzen das Heimelige an ihr.“
Mit oder ohne Glauben, ob zum Konzert oder Mittagessen, für Yoga oder Gesellschaft: Die Apostelkirche Eimsbüttel ist ein Ort, der für alle da ist, die kommen möchten. „Das Motto ist hier: Komm an, fahr runter, finde vielleicht sogar deine Gemeinschaft.“