Wer an der Max-Brauer-Allee steht, mag sich kaum vorstellen, dass keine drei Fußminuten entfernt ein Ort der Ruhe auf Hamburger*innen wartet. Beim Einbiegen in den Helenenstieg wird es mit jedem Schritt zum gelb-roten Ziegelbau stiller. Man kommt an. Man atmet.
Auf den ersten Blick sieht die Kirche der Stille in Hamburg-Altona aus wie viele andere Kirchen der Stadt – doch kaum durchschreitet man die Tür, zeigen sich die ersten Unterschiede. Links steht ein schlichtes Holzregal mit abgestellten Schuhen – die stille Botschaft: Schuhe bitte hier ausziehen. In der Garderobe daneben hängen Jacken, Wertgegenstände kommen in Spinde.
Wer den nächsten Raum betritt, läuft erst einmal vor eine Wand. „Diese Wand wurde gezogen, damit Menschen nicht direkt im Raum landen, sondern bewusst um sie herumgehen und den Alltag draußen lassen“, erklärt Pastorin Laura Koch-Pauka.