Die Welt ist laut. Umgeben von Krisen, Konsum, Medien und Leistungsdruck, fällt es vielen von uns schwer, Stille zuzulassen. Oft steckt dahinter eine leise Angst, die fragt: Was begegnet mir, wenn ich ganz still werde? Diakon und Diplom-Sozialpädagoge Hajo Witter kennt diese Angst – und beruhigt: „Zunächst spüren wir uns selbst, so wie es jetzt im Moment gerade ist. Das ist für manche Menschen eine ungewohnte Situation, aber selten beunruhigend, ganz im Gegenteil.“
In einer Großstadt wie Hamburg liegt für viele der Gedanke nahe, sie würden gar nicht still werden können. „Wer berufstätig ist oder studiert, wer Kinder zu versorgen hat oder sich um die Eltern kümmert, dem geht Stille schnell abhanden. Auch die meisten Freizeitaktivitäten oder Social Media sind wenig darauf angelegt, Stille zu erfahren.“ Der Diakon ist überzeugt: Dabei entgehen uns viele gute Erfahrungen, wenn Stille im Alltag kaum vorkommt. Aber wie kann das gelingen?