Was der Wohnhafen konkret verändert, zeigt Mina Plaß an einem Beispiel aus der Praxis: Eine Familie hatte wegen Wohnungsverlusts ihre zwei Kinder vorübergehend in Obhut geben müssen. Sie befand sich seit Längerem in öffentlich-rechtlicher Unterbringung, ohne Aussicht auf eine eigene Wohnung. Der Wohnhafen vermittelte zunächst eine Zweizimmerwohnung.
„Schon kurz nach Wohnungsbezug half die Stabilität und Ruhe der Familie, sich wieder neu zu sortieren. Der Vater nahm einen Job an, die Mutter begann, sich um ihre Gesundheit zu kümmern", erzählt die Leitung. Schnell war klar, dass die Kinder zurück zu ihren Eltern sollten, also machte sich der Wohnhafen erneut auf die Suche nach einer größeren Wohnung, begleitete den Umzug und half der Familie beim Ankommen im neuen Stadtteil.
Grundsätzlich endet die Begleitung mit dem Einzug nicht nicht. In der Regel unterstützt das Team des Wohnhafens Haushalte noch ein gutes Jahr im eigenen Wohnraum. Mina Plaß beschreibt, woran sie merkt, dass jemand wirklich angekommen ist: „Wenn sich die Hilfe auf andere überträgt – also Ansprechpartner*innen im neuen Sozialraum gefunden sind und die Problemlagen in den Terminen weniger komplex und ruhiger werden."