In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag geschah vor mehr als 2.000 Jahren etwas, das die christliche Welt bis heute prägt. Für das Christentum – auch für die evangelisch-lutherische Kirche – ist Ostern das höchste Fest des Jahres, auch wenn gesellschaftlich wahrscheinlich Weihnachten stärker wahrgenommen wird.
Während Weihnachten von den Anfängen erzählt – von der Geburt Jesu –, steht Ostern für etwas anderes: für die Überwindung des Todes. „Tod, wo ist dein Stachel?“ heißt es im ersten Korintherbrief.
Der „Stachel“ steht für die Macht des Todes – für die Erfahrung, dass jedes Leben einmal endet. Der Auferweckung Jesu wird genau diese Macht entgegengesetzt. Daraus entsteht der Glaube, die Hoffnung, ja die Gewissheit: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Für keinen von uns.
Im Kern geht es an Ostern um die Auferstehung Jesu Christi – und um die Überzeugung, dass der Tod nicht das letzte Wort behält.
Die Tage von Palmsonntag bis Ostermontag erzählen in all ihren Höhen und Tiefen: den Einzug Jesu in Jerusalem, das letzte Abendmahl mit seinem engsten Kreis – den Jüngern – den Verrat, die Verhaftung, den Tod am Kreuz. Es folgt die Stille des Karsamstags, die schwer auf allem liegt.
Bis schließlich in der Osternacht die ersten Kerzen angezündet werden – als Zeichen des Lichts, das die Dunkelheit überwunden hat.
In Hamburg und Umgebung lädt die Evangelische Kirche in dieser Zeit zu einer Vielzahl von Gottesdiensten, Konzerten und Begegnungen ein – von den stillen Andachten wie bspw. in einer Altonaer Kirche über den politischen Kreuzweg durch die Innenstadt bis zur Osternacht mit Bach-Orgelmusik im Hamburger Michel. Wir haben eine Auswahl bereitgestellt. Weitere Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender.