Eine Zeit. Ein Fest. Eine Behauptung.
Weihnachten steht vor der Tür. Die Geschenke sind gekauft, der Kalender ist voll, die Nerven ein wenig dünner. Zwischen Glühwein, Terminen und letzten Erledigungen zeigt sich dabei auch etwas Merkwürdiges: Dieses Fest, das so viel organisiert, konsumiert und getaktet wird, behauptet zugleich, einen religiösen Kern zu haben. Drei Worte bringen diese Behauptung auf den Punkt: Gott wird Mensch. Ein Satz, bei dem man unwillkürlich nach einem Anfang sucht – und schnell merkt, dass es ihn so eindeutig nicht gibt. Also beginnt man dort, wo Anfänge gewöhnlich verortet werden: in der Geschichte.